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Bleser: Milch bedeutender Teil der deutschen Agrarwirtschaft

Berlin (ots) - Zum Internationalen Tag der Milch am 1. Juni 2010 erklärt der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Bleser MdB:

Milch nimmt in der menschlichen Ernährung eine herausragende Stellung ein. Sie ist daher zu wertvoll, um als billige Ramschware im Kampf um Marktanteile des Lebensmittelhandels missbraucht zu werden. Vielen Verbrauchern ist heute gar nicht mehr bewusst, wie viel Arbeit und welche Kosten hinter der Produktion eines Liters Milch stecken. Die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag unterstützt daher die Bemühungen von Bauernverband und Landfrauen, die Wertschätzung landwirtschaftlicher Produkte durch die Verbraucher wieder zu verbessern.

Gleichzeitig muss die Verbraucheraufklärung insgesamt verstärkt werden. Die von der Unionsfraktion mit angestoßene Debatte um Käseimitate in Lebensmitteln zeigt den Handlungsbedarf deutlich auf. Die Verbraucher müssen klar erkennen können, ob Milch bei der Herstellung verwendet wurde oder nicht.

Die Milchwirtschaft ist ein Kerngeschäft der Landwirte in Deutschland und der umsatzstärkste Produktionszweig der deutschen Landwirtschaft. Für ein Drittel der landwirtschaftlichen Betriebe stellt die Milchproduktion, oft ohne wirkliche Alternative, die Haupteinnahmequelle dar. Sie leistet besonders an benachteiligten Standorten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und zur Pflege der Kulturlandschaft und ist von größter Bedeutung für den ländlichen Wirtschafts- und Arbeitsmarkt. In vielen Regionen ist sie auch eine Grundlage des ländlichen Tourismus.

Die Politik der CDU/CSU-Fraktion hat sich immer daran orientiert, die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu erhalten und zu verbessern. Gesunde Milch aus Deutschland kann es aber nur geben, wenn wir wirtschaftlich gesunde Betriebe haben. Dies gilt auch für die Zukunft. Wir wollen, dass Deutschland Milchland Nummer 1 in Europa bleibt. Dass die Milchwirtschaft derzeit eine schwierige Phase durchläuft, ist uns bewusst. Der dramatische Preisverfall für Milch und der damit einher gehende Gewinnrückgang haben die hart arbeitenden Milchbauernfamilien sehr getroffen Wir haben in den vergangenen Monaten konkrete Maßnahmen beschlossen, um ihnen zu helfen, sich aus dieser existenzgefährdenden Lage wieder zu befreien.

Wir sehen uns durch den aktuellen Anstieg der Milch- und Butterpreise in unserer Vorgehensweise bestätigt, nicht auf populistische Forderungen oder leichtfertige Ankündigungen, sondern auf klare Aussagen und konkrete Maßnahmen zur Entlastung der Betriebe zu setzen. Diesen Weg gehen wir fort. Zum Anstieg beigetragen hat auch die Exportinitiative des BMELV, denn sie hat mit geholfen, die organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen zur Stärkung des Exports zu schaffen. Deutsche Lebensmittel genießen weltweit eine hohe Wertschätzung, und wir haben hervorragende Produktionsbedingungen. Dieses Pfund muss genutzt werden.

Wir lassen die Bauern in der Krise mit ihren Sorgen und Ängsten um den Fortbestand ihrer Höfe nicht allein. Denn wir sind uns auch der Bedeutung unserer heimischen Landwirtschaft für vitale ländliche Räume bewusst.

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