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10.12.2007 – 14:40

CDU/CSU - Bundestagsfraktion

Brähmig: Wirtschaftsfaktor Tourismus verdient noch mehr Beachtung

Berlin (ots)

Zum heutigen 6. Tourismuspolitischen Kongress der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Berliner Reichstag erklärt der 
Vorsitzende der Arbeitsgruppe Tourismus der 
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus Brähmig MdB:
Fast 500 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Umweltverbänden 
und Politik, unter ihnen zahlreiche Spitzenvertreter, diskutierten 
beim 6. Tourismuspolitischen Kongress der CDU/CSU-Bundestagsfraktion 
in Berlin die Bedeutung des Wirtschaftsfaktors Tourismus. In den 
Reden und Podiumsdiskussionen wurde die Vielseitigkeit und große 
Attraktivität des Reiselandes Deutschland herausgestellt. Deutlich 
wurde auch, dass Tourismus nicht nur eine unter vielen, 
austauschbaren Branchen ist. Etliche andere Wirtschaftszweige 
profitieren von dieser Branche, deren Arbeitsplätze nicht 
exportierbar sind. Ohne den Tourismus würde auch vielen 
strukturschwachen Regionen die Existenzgrundlage entzogen, würden 
wirtschaftliche Kreisläufe überhaupt nicht richtig in Gang kommen.
Breite Übereinstimmung gab es darüber, dass im gesamtpolitischen 
Umfeld und in der gesellschaftlichen Wahrnehmung dem Tourismus noch 
mehr Beachtung geschenkt werden muss. Als dringend notwendig wurde 
auch eine stärkere Kooperation auf regionaler Ebene sowie über Lands-
und Staatsgrenzen hinweg bezeichnet. Außerdem wurden eine 
Harmonisierung der Wettbewerbsbedingungen auf EU-Ebene und Änderungen
im Arbeits- und Steuerrecht gefordert.
Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder 
bezeichnete die Tourismusbranche als bedeutenden Wirtschaftsfaktor. 
Er plädierte bei der Eröffnung des Kongresses für eine konsequente 
Fortsetzung der Reformpolitik für mehr Wachstum und Beschäftigung. In
der ersten Halbzeit der großen Koalition seien einige Erfolge zu 
verzeichnen, die auch die Rahmenbedingungen für Deutschland als 
Tourismusstandort verbessert hätten. Dies gelte vor allem für die 
Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrages, den Bürokratieabbau 
und die Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung. Jetzt sei es 
wichtig, diesen Kurs zu halten. Es sei ein Zeichen von gesundem 
Patriotismus, Urlaub im eigenen Land zu machen. Deutschland mit 
seinen intakten Landschaften sei prädestiniert für wunderbare 
Entdeckungsreisen. Jungen Menschen solle Mut gemacht werden, in der 
Tourismusbranche eine Ausbildung zu absolvieren.
Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung Ernst Hinsken ging 
auf die strategischen Herausforderungen der Tourismuspolitik ein. 
Dies seien die Positionierung im verstärkten globalen Wettbewerb der 
Reiseziele, die Auswirkungen des Klimawandels auf die deutschen 
Urlaubsgebiete und der Einfluss des demographischen Wandels auf die 
Reisenachfrage. Als Beispiele für die Unterstützung der 
Bundesregierung nannte er die kontinuierliche Mittelerhöhung für die 
Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT), Maßnahmen zur Erhöhung der 
Servicequalität und ein Modellvorhaben zum Ausbau des deutschen 
Radfernwegenetzes.
Marlene Mortler, die Vorsitzende des Tourismusausschusses des 
Deutschen Bundestages, wies auf den Beitrag des Tourismus für die 
Entwicklung ländlicher Räume und die Sicherung ihrer Funktion als 
Lebens-, Natur-, Kultur- und Erholungsraum hin. Besondere Chancen 
lägen beim umweltverträglichen Fahrradtourismus und Wandern sowie 
beim Urlaub auf dem Bauernhof. Einheimische Küche und regionale 
Spezialitäten sollten noch stärker in Zusammenarbeit zwischen der 
Landwirtschaft, den örtlichen Tourismusverbänden und dem Gastgewerbe 
vermarktet werden.
Die Bedeutung einer leistungsfähigen Infrastruktur als 
Grundvoraussetzung für den Tourismus und die Erreichbarkeit von 
Städten und Ferienregionen stand im Mittelpunkt des Schlusswortes des
stellvertretenden CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Hans-Peter 
Friedrich. Wichtige Ziele seien die Beseitigung von Engpässen auf 
Bundesstraßen und Autobahnen, mehr Wettbewerbsfähigkeit und 
Attraktivität der Eisenbahn, eine bundesweite Flughafenkonzeption und
die Stärkung des Radverkehrs.

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