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Börnsen: Freiheit braucht Erinnerung

    Berlin (ots) - Anlässlich der Debatte im Deutschen Bundestag über die Errichtung eines Freiheits- und Einheits-Denkmals erklärt der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen (Bönstrup) MdB:

    Freiheit ist für den Menschen das höchste Gut, aber sie ist nicht selbstverständlich, sie muss immer wieder errungen und verteidigt werden. Dass wir heute im vereinten Deutschland in Frieden und Freiheit leben können, ist das Ergebnis einer langen und wechselvollen Geschichte, geprägt von Kriegen, Niederlagen und Diktaturen, aber eben auch bestimmt von einem unbezähmbaren Willen, Freiheit zu erlangen.

    Unsere Freiheitsgeschichte reicht weit zurück: 1849 - die Frankfurter Paulskirchenverfassung, 1919 - die Weimarer Verfassung. Beide sind freiheitliche Verfassungen mit zutiefst demokratischen Ideen. 1949 - die Gründung der Bundesrepublik Deutschland - Demokratie, Rechtsstaat und Parlamentarismus und Freiheit für den Westen. Das geeinte Deutschland fand erst 1989 mit dem Sturz des SED-Regimes und dem Fall der Mauer zur Freiheit zurück.

    Zwanzig Jahre danach wird es Zeit daran zu erinnern, was wir der Zivilcourage der friedlichen Revolutionäre im Osten unseres Landes verdanken. Aber auch die anderen Freiheitsbestrebungen müssen ins Gedächtnis gerückt werden, denn zu unserer Identität gehören auch die positiven Epochen unserer Geschichte.

    Ohne Freiheit gibt es keine Demokratie. Die Bedeutung und die Signalfunktion der Freiheit dürfen nicht aus unserem Bewusstsein verschwinden. Und damit auch nicht die Erinnerung an den Mut, den es zur Gewinnung der Freiheit braucht. Erinnern braucht Gestalt. Ohne Denkmäler geht Erinnerung verloren.

    Wenn wir morgen im Deutschen Bundestag die Errichtung eines Freiheits- und Einheits-Denkmals in Berlin beschließen, wollen wir auch ein Signal für die Zukunft setzen und dazu aufrufen, auch weiterhin an einer demokratischen freiheitlichen Entwicklung des geeinten Deutschlands und somit auch Europas mitzuwirken.

    Gleichzeitig wird mit dem Beschluss dokumentiert, dass hier eine Idee aus unserer Gesellschaft, gestaltet von Lothar de Maizière, Jürgen Engert, Florian Mausbach, Günter Nooke, Richard Schröder und jetzt umgesetzt durch die Deutsche Gesellschaft, Realität wird.

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