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22.03.2002 – 11:38

ZDF

ZDF-Pressemitteilung
ZDF-Politbarometer 2 im März 2002
Gewinne für die kleineren Parteien
Schröder wieder deutlicher vor Stoiber

Mainz (ots)

In der politischen Stimmung in Deutschland bleibt
die SPD auf dem niedrigen Stand, der vor zwei Wochen gemessen worden
ist. Die Union muss deutliche Einbußen hinnehmen, zulegen können alle
drei kleinen Parteien. Die SPD unverändert 35 Prozent, CDU/CSU 41
Prozent (März 1: 45 Prozent), Bündnis90/Grüne 8 Prozent (März 1: 6
Prozent), die FDP 9 Prozent (März 1: 7 Prozent), die PDS 5 Prozent
(März 1: 4 Prozent).
Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, dann würden
auch längerfristige Überzeugungen und taktische Überlegungen eine
Rolle spielen. Unsere Projektion sieht so aus: SPD 36 Prozent (-1),
Grüne
6 Prozent (+1), CDU/CSU 40 Prozent (-1), FDP unverändert 8
Prozent, PDS
6 Prozent (+1), andere Parteien unverändert 4 Prozent. Keine
Mehrheit für Rot-Grün, aber auch keine klare Mehrheit für
Schwarz-Gelb.
Auf die Frage, wen hätten Sie lieber als Bundeskanzler, kann
Schröder seinen Vorsprung wieder ausbauen: 50 Prozent nennen Gerhard
Schröder (+3), 40 Prozent Edmund Stoiber (-5).
Wir haben zudem gefragt, welcher von beiden - Schröder oder
Stoiber - am besten die wirtschaftlichen Probleme lösen kann:
Schröder nennen
32 Prozent, Stoiber 39 Prozent, keiner von beiden 18 Prozent. Wer
kann am besten neue Arbeitsplätze schaffen? Schröder 26 Prozent,
Stoiber
41 Prozent, keiner 23 Prozent. Wer kann am ehesten für eine
Angleichung der Lebensverhältnisse des Ostens an den Westen sorgen?
Schröder
46 Prozent, Stoiber 25 Prozent, keiner 14 Prozent.
Auf der Liste der zehn wichtigsten Politiker in Deutschland führt
Joschka Fischer weiter mit unverändert 1.9, Gerhard Schröder 1.3
(März 1: 1.2), Angela Merkel 0.9 (März 1: 1.0), Edmund Stoiber
unverändert 0.8, Wolfgang Schäuble 0.8 (März 1: 1.0), Guido
Westerwelle 0.5 (März 1: 0.6), Otto Schily 0.5 (März 1: 0.4), Hans
Eichel unverändert 0.4, Gregor Gysi -0.5 (März 1: -0.6), Rudolf
Scharping weiter verschlechtert -1.5 (März 1: -1.2).
"Keinen Unterschied", das sagen 72 Prozent, wenn sie die
SPD-Spendenaffäre in Nordrhein-Westfalen mit der CDU-Spendenaffäre
vor gut zwei Jahren vergleichen, vergleichsweise "nicht so schlimm"
finden die SPD-Affäre 16 Prozent, "schlimmer" sagen 9 Prozent.
Mit der Sendung am 22. März 2002 feiert das "Politbarometer"
Geburtstag, seit 25 Jahren werden hier die Meinungen und
Einstellungen der Deutschen gemessen. Eine klassische Frage, bereits
vor 25 Jahren in der Umfrage, haben wir wieder gestellt: "Sind die
Renten gesichert?" Im März 1977 meinten "gesichert" 46 Prozent,
"nicht gesichert" 52 Prozent. In dieser Woche - im März 2002 - sagen
"gesichert" 19 Prozent, "nicht gesichert" 78 Prozent.
Die Umfragen zum POLITBAROMETER wurden wie immer von der
Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews
wurden in der Zeit vom 18. bis 21. März 2002 unter 1.274 zufällig
ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist
repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in ganz
Deutschland. Fehlertoleranz bei den großen Parteien 2,7
Prozentpunkte, bei den kleineren rund
1,4 Prozentpunkte.
Das nächste POLITBAROMETER sendet das ZDF am Freitag, 12. April
2002, im "heute-journal".

Rückfragen bitte an:

ZDF Pressestelle
06131 / 70-2120 und -2121

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