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Global Player - Die Weltmacht Fußball
ZDF zeigt "auslandsjournal XXL" zur Kommerzialisierung des internationalen Fußballs

Mainz (ots) - Schon lange geht es bei der Jagd um den Ball nicht mehr nur um den sportlichen Wettstreit - im internationalen Fußballgeschäft sind nur die Vereine erfolgreich, die sich auf die perfekte Vermarktung der Marke Fußball verstehen. Am Mittwoch, 9. Juni 2010, um 22.15 Uhr, zwei Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft, zeigt Theo Koll in einem ZDF-"auslandsjournal XXL", wie große Vereine zu wahren Gelddruckmaschinen für Investoren wurden und wie die Kommerzialisierung des Sports voranschreitet. "Das Geschäft mit dem Fußball ist so attraktiv, weil es Emotionen bewegt, weil es nichts mit Politik, nichts mit Religion oder Erotik zu tun hat, sondern mit dem vermeintlich harmlosen Geschäftsfeld Fußball, auf dem man Emotionen relativ billig inszenieren kann", erklärt Philipp Köster, Chefredakteur des Magazins "11 Freunde".

Inzwischen ist Fußball ein globales Geschäft, das die Werbemärkte weltweit beeinflusst. "In New York wurde ein wichtiges Baseballspiel verlegt, weil sie Angst hatten vor der Konkurrenz der Live-Übertragung des Champions League Finales. Das sind für mich Zeichen, dass Fußball eben der Sport ist, der auf Dauer die allerbesten Chancen hat, weltweit die einzige Sportart zu sein, die die Leute akzeptieren", erläutert der Präsident des FC Bayern, Uli Hoeneß, im Gespräch mit dem "auslandsjournal".

Wer sich heute als Investor nur auf einen Verein konzentriert, hat in den großen Ligen eigentlich keine Chance mehr. Der Trend geht zu "Fußballkonzernen" mit eigenen Talentschmieden auf der ganzen Welt, mehreren Erstligaclubs auf verschiedenen Kontinenten und perfekter Marketingstrategie. Darauf setzt auch Dietmar Beiersdorfer. Mit den Milliarden des Brauseherstellers Red Bull im Rücken soll der ehemalige deutsche Nationalspieler ein eigenes Fußballimperium aufbauen und damit zur Speerspitze dieses neuen Verständnisses im Profifußball werden. "Red Bull möchte die Sportler begleiten, möchte die Verantwortlichkeit im Club innehaben und selber die Geschicke bestimmen", so Beiersdofer im ZDF-Interview. Der Weg zum Sieg beim Fußball führt heute nicht mehr allein durch den Strafraum, sondern häufig durch die Vorstandsetagen milliardenschwerer Großkonzerne.

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