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US-Ökonom Richard Florida fordert im ZDF-Kulturmagazin "aspekte" mehr Mitspracherechte für Hamburger Künstler

    Mainz (ots) - Mehr Mitspracherechte für Künstler und Kulturschaffende fordert der US-Ökonom Richard Florida in der Debatte um die Hamburger Stadtentwicklung. Hamburg sollte als erste Stadt der Welt vorangehen und Künstlern Eigentumsanteile in ihren Stadtteilen und Häusern anbieten, schlug Florida im ZDF-Kulturmagazin "aspekte" vor. Die Sendung wird heute, Freitag, 6. November 2009, um 23.30 Uhr ausgestrahlt. Gerade die künstlerische Szene sei wichtig für das Wachstum einer Stadt und dürfe deshalb nicht mit Bulldozern verdrängt werden. "Da diese Diskussion gerade in Hamburg stattfindet, könnte man einen Hamburger Dialog ins Leben rufen", so Florida. "Daraus könnten 'Hamburger Grundsätze' entstehen. Die Stadt könnte so weltweit als Modell dienen."

    Richard Florida, Professor an der Universität von Toronto, ist mit seiner Theorie der "Kreativen Klasse" bekannt geworden. Die sogenannte Kreative Klasse ist laut Florida der wichtigste Motor für das ökonomische Wachstum einer Stadt.

    Seit Mitte August halten über 200 Künstler die Häuser in Hamburgs historischem Gängeviertel besetzt. Sie wollen damit die Pläne eines Investors verhindern, große Teile des Viertels für Neubauten abzureißen. Mit dem Manifest "Not in our Name - Marke Hamburg" haben sich weitere Kulturschaffende gegen die Stadtentwicklungspolitik Hamburgs gewandt. Sie beklagen, dass historisch gewachsene Viertel zerstört und ursprüngliche Bewohner und Künstler verdrängt werden. Unter den Unterzeichnern sind der Künstler Daniel Richter, der Schauspieler Peter Lohmeyer, der Regisseur Fatih Akin und der Musiker und Autor Rocko Schamoni.

    Das vollständige Interview mit Richard Florida ist im Internet auf www.aspekte.de zu sehen.

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