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Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)

++ ​BUND kritisiert „Teurer-Strom-Gesetze“ aus dem Hause Reiche ++

Kommentar

22. April 2026 | 064

BUND-Pressestelle

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presse@bund.net

BUND kritisiert „Teurer-Strom-Gesetze“ aus dem Hause Reiche

Zu den bekannt gewordenen Referentenentwürfen zum Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz (Strom VKG) sowie dem Netzpaket, erklärt Julius Neu, Experte für Energie- und Klimapolitik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

„Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche betreibt eine absurde Energiepolitik inmitten der Energiekrise. Einerseits sollen der Ausbau von sauberen und günstigen erneuerbaren Energien abgewürgt und andererseits Milliarden Subventionen in teure und klimaschädliche Gaskraftwerke gesteckt werden. Damit plant Reiche zwei 'Teurer-Strom-Gesetze' ausgerechnet in Zeiten, in denen Elektrifizierung den Weg aus der Krise weisen muss. Die Koalition muss dringend umsteuern und die energiepolitische Geisterfahrt von Katherina Reiche stoppen.

Der Plan, dass Netzbetreiber Erneuerbare in sogenannte Engpassgebiete nur noch anschließen können, wenn auf Vergütung verzichtet wird, bedeutet faktisch das Aus für viele neue Wind- und Solarparks. Damit wird das Ausbautempo der Erneuerbaren an den zu langsamen Netzausbau gekoppelt statt umgekehrt, obwohl diese nachweislich den Strompreis senken.

Wie von EnBW und RWE gewünscht, werden die Kriterien für die geplanten Kapazitätsausschreibungen so unfair gesetzt, dass Batteriespeicher keine Chance haben und fast ausschließlich Gaskraftwerke zum Zuge kommen. Die dieses Jahr geplanten neun Gigawatt sind dabei erst der Anfang, weitere Subventionsrunden für 2027 und 2029 sind schon geplant. Bis zu 35 Gigawatt allein bis 2035 stehen aktuell im Raum. Durch einen Kapazitätsmarkt soll noch mehr angereizt werden. Über die zusätzlichen Kosten beim Strompreis für Verbraucher*innen lässt Reiches Ministerium die Öffentlichkeit weiter im Unklaren.“

Mehr Informationen:

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist mit rund 674.000 Mitgliedern und Unterstützer*innen einer der größten Umweltverbände Deutschlands. Seit über 50 Jahren engagiert er sich unter anderem für eine ökologische Landwirtschaft, den Klimaschutz, den Schutz bedrohter Arten, des Waldes und des Wassers. Finanziert durch Spenden und Mitgliedsbeiträge ist der BUND unabhängig von Politik und Wirtschaft.

Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V., Nicole Anton (v.i.S.d.P.), Kaiserin-Augusta-Allee 5, 10553 Berlin

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