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Aus Liebe lebenslänglich: "Das Versprechen" im Ersten

Aus Liebe lebenslänglich: Der 100-minütige Dokumentarfilm "Das Versprechen" von Marcus Vetter und Karin Steinberger zeichnet die tragische Lebensgeschichte von Jens Söring nach, der seit 32 Jahren in den USA im Gefängnis sitzt - für einen Mord, den er nach eigener Aussage nicht begangen hat. Der Film wirft erhebliche Fragen nach seiner ...

Baden-Baden (ots) - 100-minütiger Dokumentarfilm von Marcus Vetter und Karin Steinberger // Ausstrahlung am Mittwoch, 15. August 2018, 22:45 Uhr im Ersten

Jens Söring sitzt seit 32 Jahren in den USA im Gefängnis. Für einen Mord, den er nach eigener Aussage nicht begangen hat. Er hat noch nie ein Handy benutzt, er war noch nie im Internet, er konnte das Grab seiner Mutter nie besuchen. Der 100-minütige Dokumentarfilm "Das Versprechen" von Marcus Vetter und Karin Steinberger zeichnet die tragische Lebensgeschichte von Jens Söring nach und wirft erhebliche Fragen nach seiner Schuld auf. Die Ausstrahlung ist am 15. August um 22.:45 Uhr im Ersten.

Amour fou

Sie waren ein eigenwilliges Paar - Jens Söring, der naive, blasse Diplomatensohn, und Elizabeth Haysom, die unnahbare, welterfahrene Tochter eines reichen Stahlbarons. Als Elizabeths Eltern am 30. März 1985 brutal ermordet in ihrem Haus in Virginia (USA) gefunden wurden, geriet die kleine Stadt Lynchburg in Panik, von Vodoo war die Rede, von einem Serienkiller. Jens und Elizabeth flohen: Asien, Europa, eine "Folie a deux". Sie waren jeden Tag, jede Minute zusammen. Doch eines Tages war das Spiel vorbei, sie wurden als Christopher P. Noe und Lucy T. Noe wegen Scheckbetrugs in London verhaftet. "Ich bin unschuldig", beteuerte Jens. Es nützte ihm nichts. Am 4. September 1990 wurde er in den USA zu zwei Mal lebenslänglich wegen zweifachen Mordes verurteilt. Jens sagte, er habe Elizabeth das Versprechen gegeben, den Mord auf sich zu nehmen, wie der Held in Charles Dickens' Roman "A Tale of Two Cities", der sein Leben gab für die Liebe. So erzählt er es. Bis heute. Als Jens sein Geständnis zurücknahm, glaubte ihm keiner mehr.

Schicksalhafte Begegnung

Jens war ein strebsames Kind, ein eifriger Student, Sohn eines deutschen Diplomaten, Hochbegabtenstipendium. Alles schien möglich. Bis er an jenem Abend Elizabeth Haysom kennenlernte, die schöne, unwiderstehliche, verwegene Liz. Es war ein Abend im August 1984, ein Orientierungsabend für die Hochbegabtenstipendiaten der University of Virginia. Wie oft hat Jens in den letzten 32 Jahren an dieses verhängnisvolle Treffen gedacht. Der Beginn einer leidenschaftlichen Liebesgeschichte, die eine dramatische Entwicklung nehmen sollte. Jens Söring konnte sein Glück nicht fassen. Ausgerechnet diese Frau, die so viele begehrten und die für ihn unerreichbar schien, hatte ihn erwählt. In einen regelrechten Liebestaumel schrieben sie sich unzählige Liebesbriefe: "Ich liebe Dich, je t'aime, I love you, I love you, I love you." Für sie würde er alles tun, er war blind vor Liebe.

Prozess als Medienereignis

Der Fall Haysom wurde zum Mega-Event, der Prozess wurde als einer der ersten live im US-Fernsehen übertragen, es war die tägliche Vorführung des "German Bastards". Die Filmemacher zeigen in Deutschland nie zuvor gesehenes Video-Material der Haysom-Prozesse, sie reden mit ehemaligen Ermittlern, besuchen den ehemaligen Richter des Sensationsprozesses und begleiten einen Privatdetektiv, der nach mehr als zwei Jahrzehnten nach neuen Beweisen sucht, um den Fall wieder aufzurollen. Schicht für Schicht entblättert sich die ganze Geschichte. Der Film wirft ein neues Licht auf den Fall.

Der Film

"Das Versprechen": Eine Produktion von Filmperspektive in Koproduktion mit SWR, Arte, BR, DR, BBC, SVT und VPRO. Gefördert von MFG und DFFF

Sendung

"Das Versprechen", am Mittwoch, 15. August 2018, um 22:45 Uhr im Ersten. Der Film ist danach für sieben Tage in der Mediathek Das Erste zu sehen.

Fotos über www.ARD-Foto.de. Akkreditierte Journalisten können den Film im Vorführraum http://presse.daserste.de sowie im SWR Presseportal ansehen unter www.presseportal.swr.de.

Informationen, kostenloses Bildmaterial und weiterführende Links unter: http://x.swr.de/s/jenssringjustizirrtumelisabethhaysom

Pressekontakt:

Daniela Kress, daniela.kress@swr.de, 07221 929 23800

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