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Zeitspiegel-Umfrage: Bundesbürger für bayerische Standards / deutliche Zustimmung auch bei Bayerns Abiturquote

    München (ots) - Die Ergebnisse der Pisa-Länderstudie haben bei den Bundesbürgern offenbar den Wunsch verstärkt, die Bildungsstandards der Test-Sieger weitgehend auf ganz Deutschland zu übertragen. Dies geht aus Umfragen hervor, die das innenpolitische Magazin "Zeitspiegel" des Bayerischen Rundfunks bei dem Meinungsforschungsinstitut infratest-dimap in Auftrag gegeben und in seiner Sendung vom 26.6. (21.20 Uhr) veröffentlicht hat. Gefragt wurde dabei vor allem nach den Gründen für das gute Abschneiden Bayerns sowie der Qualität künftiger Abiturprüfungen im bundesweiten Vergleich.          Die Frage, ob künftig eine stärkere Auslese innerhalb eines Abiturjahrgangs getroffen werden sollte, um eine hohe Qualität der Abschlüsse zu gewährleisten, beantworteten dabei 59 Prozent der befragten Bürger mit Ja, 30 Prozent würden dagegen eher eine möglichst große Anzahl an Abiturienten befürworten, um den Bedarf an höher gebildeten Schülern insgesamt zu decken. Außerdem wünschten sich 61 Prozent der interviewten Bürger, dass sich die Bildungspolitik anderer Bundesländer stärker am bayerischen Modell orientieren sollte, 27 Prozent waren gegen eine solche Vorbildfunktion.          Interessant ist in diesem Zusammenhang die Differenzierung nach parteipolitischen Präferenzen. Denn auch die SPD-Anhänger plädierten mit 55 Prozent dafür, dass Bayern als beispielhaft gelten müsste, hier sprachen sich 35 Prozent gegen das Vorbild Bayern aus. Von den CDU/CSU-Anhängern waren 78 Prozent für den Pilotcharakter des bayerischen Bildungssystems, lediglich 13 Prozent stimmten dagegen.          Als Gründe für die bayerischen Spitzenwerte bei der Pisa-Studie nannten die Befragten vor allem, dass der Freistaat mehr Geld für seine Schüler ausgebe als andere Länder, die Schüler stärker gefordert würden und Bayern keine bildungspolitischen Experimente unternehme.          Unabhängig davon, welcher Partei sie am ehesten nahestehen, erklärten die Befragten mehrheitlich übereinstimmend, dass für sie der Spitzenrang Bayerns in der Pisa-Studie den Erwartungen entsprochen habe (FDP-Anhänger: 78%; CDU/CSU-Anhänger: 73%; Grüne-Anhänger: 61%, SPD-Anhänger: 58%; PDS-Anhänger: 54 %).

    Erhebungszeitraum: 24./25. Juni 2002. Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren. Fallzahl:
1023 Befragte.
    
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