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Bayerisches Fernsehen
Donnerstag, 16. August 2007, 21.20 Uhr
laVita
Sommer am Jochberg:
Der Seppenbauer vom Walchensee
Moderation: Tobias Ranzinger

    München (ots) - Anfang Juni ist der Landwirt Johann Oswald zusammen mit seiner Frau Christina vom Seppenbauerhof am Walchensee hoch auf die Jocheralm gezogen. Schon den zweiten Sommer verbringen die beiden die Sommermonate oben am Jochberg. laVita-Moderator Tobias Ranzinger hat die Oswalds eine Woche lang begleitet.

    Die Tage oben auf dem Jochberg sind lang und beginnen bereits um halb sechs Uhr morgens. Zäune reparieren, Holz hacken, Milch verarbeiten. Steile Wiesen mähen, auf der Alm ist immer etwas zu tun. Und auch die Besucher wollen versorgt werden, denn auf der Jocheralm können sich hungrige Wanderer für ihren weiteren Weg stärken, beispielsweise mit Christinas selbst gemachtem Kaiserschmarrn. Die Tiere auf der Alm hingegen bevorzugen das gute Gras. Viele Bauern schicken ihre Kühe über den Sommer auf die Alm. Gerade für die Jungtiere ist hier ein idealer Aufenthaltsort, denn ihr Bewegungsapparat wird trainiert, der gesamte Organismus gestärkt. Dazu kommt das saftige Gras - gesünder kann ein Tier kaum aufwachsen. Und Bauer Oswald passt auf, dass sie sich auch alle vertragen.

    Unten im Tal auf dem alteingesessenen Familienhof in Sachenbach am Walchensee halten derweil Sohn Hansi und seine Frau Leni die Stellung. Seit über 500 Jahren schon ist der Hof in Familienbesitz, das Überleben sichert ein Einnahmen-Mix, in dem neben Viehzucht und Fremdenverkehr auch Holz eine wichtige Rolle spielt. Die waldreiche Jachenau war schon früher ein wichtiger Holzlieferant, doch heute bereitet der niedrige Holzpreis den Oswalds Sorgen. Dennoch geht ihr Blick in die Zukunft, denn bei der Forstwirtschaft ist Denken in Generationen unerlässlich und Erfolg lässt sich nur durch eine nachhaltige Bewirtschaftung erzielen. Damit das so bleibt und auch Vieh und Gäste zufrieden sind, packt die ganze Familie gemeinsam mit an. Wirklich ruhige Momente gibt es selten. Aber wenn oben auf der Alm alle Besucher gegangen und alle Tiere versorgt sind, Ruhe einkehrt über den Wiesen des Jochbergs und die Sonne bis zum Untergang entlang der Benediktenwand wandert, dann entschädigt das die Almbauern für viele Mühen.

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