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Repräsentative Studienkreis-Umfrage mit brisantem Ergebnis
Kinder und Jugendliche wollen richtig schreiben: 85 % finden Rechtschreibung wichtig - KI und Autokorrektur zum Trotz

Repräsentative Studienkreis-Umfrage mit brisantem Ergebnis / Kinder und Jugendliche wollen richtig schreiben: 85 % finden Rechtschreibung wichtig - KI und Autokorrektur zum Trotz
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Bochum (ots)

  • 85 % aller befragten Schüler:innen finden Rechtschreibung wichtig oder sehr wichtig
  • Rund 80 % erwarten, dass Rechtschreibkompetenz trotz Autokorrektur und Künstlicher Intelligenz wichtig bleibt
  • 54 % der befragten Mädchen und Jungen stören sich an Schreibfehlern in Chats und bei Influencer:innen
  • Kinder und Jugendliche verbinden korrektes Schreiben mit guten Noten, mit "Ernstgenommen werden" und mit Karrierechancen

Kinder und Jugendliche nehmen korrekte Rechtschreibung deutlich ernster als allgemein vermutet. Obwohl die Rechtschreibkompetenz stetig abnimmt, erachten sie korrektes Deutsch als wichtigen Faktor für ihren persönlichen Erfolg. Das zeigt die erste repräsentative Umfrage, die Kinder und Jugendliche zum Thema Rechtschreibung befragt hat. Die bundesweite Studie wurde im Dezember 2025 im Auftrag des führenden privaten Bildungsanbieters Studienkreis vom auf Kinder und Jugendliche spezialisierten Umfrageforschungsinstitut KB&B Family Facts durchgeführt. Danach finden es rund 85 % der befragten Kinder und Jugendlichen wichtig oder sehr wichtig, richtig zu schreiben. 80 % glauben, dass Rechtschreibung auch im Zeitalter von KI, Autokorrektur und Sprachassistenten eine große Rolle spielt. Befragt wurden 1.011 Mädchen und Jungen zwischen acht und 16 Jahren.

Die Ergebnisse sind politisch brisant: Denn die bundesweiten Daten des IQB-Bildungstrends* legen massive Kompetenzrückgänge in Deutsch offen - insbesondere in der Rechtschreibung. Auch Ausbildungsbetriebe schlagen Alarm: Sie beobachten, dass Schulabgänger:innen zunehmend Schwierigkeiten mit grundlegenden Kulturtechniken* haben. Gleichzeitig wird in Politik und Gesellschaft zunehmend in Frage gestellt, ob Rechtschreibung im Unterricht überhaupt noch wichtig sei. Die, die es betrifft, kamen in dieser Diskussion bislang kaum zu Wort: die Kinder selbst.

Die Studienkreis-Umfrage zeigt, dass Rechtschreibung aus Sicht der Kinder und Jugendlichen weit mehr ist als ein schulisches Leistungskriterium. Für die große Mehrheit (85 %) ist sie wichtig, nur 2 % aller Befragten empfinden sie als gar nicht wichtig. Besonders älteren Jugendlichen zwischen 14 und 15 Jahren ist bewusst, dass sie richtig schreiben müssen, um ernst genommen zu werden und professionell zu wirken. Vor allem Mädchen und Gymnasiast:innen legen überdurchschnittlich großen Wert auf fehlerfreie Texte. Überraschenderweise spielt Rechtschreibung auch im digitalen Alltag eine Rolle: Mehr als die Hälfte der Befragten (54 %) stört sich an Fehlern anderer - selbst bei Influencerinnen und Influencern, die für viele eine Vorbildfunktion haben.

Realität an Schulen: Rechtschreibleistungen im Sinkflug

Während Kinder die Bedeutung der Rechtschreibung klar erkennen, zeigt die Bildungs-forschung ein anderes Bild: Der IQB-Bildungstrend 2022* dokumentiert einen dramatischen Leistungsabfall, vor allem in Orthografie. Die Rechtschreibleistungen der Neuntklässler sind im Vergleich zu 2015 um 31 Kompetenzpunkte gesunken - ein statistisch signifikanter und bundesweit einheitlicher Rückgang.

Besonders betroffen sind Jugendliche aus sozioökonomisch schwächeren Familien. Gleich-zeitig wächst der Leistungsunterschied: Starke Schüler:innen werden stärker, schwächere rutschen weiter ab. Auch Ausbildungsbetriebe klagen: Fehlende Rechtschreibkompetenzen erschweren zunehmend den Start ins Berufsleben*.

"Die Lücke zwischen Anspruch und Realität wird größer. Kinder wollen gut schreiben und sind sich der Vorteile korrekter Rechtschreibung sehr bewusst, aber sie schaffen es im Schulalltag immer seltener, diese Kompetenz zu erwerben", sagt Thomas Momotow, Sprecher des Nachhilfeanbieters Studienkreis.

KI ersetzt keine Grundlagen - Kinder wissen das intuitiv. Obwohl Autokorrektur und Künstliche Intelligenz viele Schreibprozesse unterstützen, vertrauen Kinder den Tools nicht blind. Knapp 80 % gehen davon aus, dass Rechtschreibung auch in Zukunft wichtig bleibt - für Bewerbungen, Prüfungen und berufliche Kommunikation.

Experten bestätigen: Individuelle Förderung ist heute wichtiger denn je

Bildungswissenschaftler:innen bestätigen die Wahrnehmung der Kinder und Jugendlichen. "Eine gute Rechtschreibung ist nicht nur elementar wichtig für alle Schulfächer, sondern später auch Aushängeschild in Ausbildung und Beruf", sagt Prof. Dr. Friedrich Schönweiss, emeritierter Professor für Bildung und Neue Medien an der Universität Münster. "Um den aktuellen Abwärtstrend bei orthographischen Kompetenzen umzukehren, braucht es eine gezielte und intensive Förderung der Kinder und Jugendlichen."

Die 11-jährige Luisa aus Köln beschreibt es so: "In der Schule ist Rechtschreibung wichtig, sonst gibt's Fehlerpunkte. Und im normalen Leben versteht man sich sonst falsch." Theo (12) berichtet aus seinem Alltag mit digitalen Tools: "Autokorrektur hilft mega, aber manchmal baut sie auch Mist. Dann steht da plötzlich 'Ich koche Fleisch' statt 'Ich komme gleich'. Also besser, man kann selbst noch schreiben." Benedict (15) bringt es auf den Punkt: "Ich finde korrekte Rechtschreibung wichtig, es hängt aber von der Jobauswahl und vom Traumberuf ab."*

Fazit: Halbjahreszeugnisse zeigen Lücken - Kinder zeigen Motivation

Die Studienkreis-Umfrage macht deutlich: Kinder wollen korrekt schreiben und nehmen Sprache ernst - oft ernster, als die gesellschaftliche Debatte vermuten lässt. Während Bildungsdaten einen anhaltenden Abwärtstrend zeigen, ist die Motivation der Kinder durchaus vorhanden. "Eltern, Schulen und Bildungspolitik stehen gemeinsam vor der Aufgabe, diese Motivation der Kinder aufzugreifen und gezielt zu fördern", sagt Thomas Momotow. "Wir sehen aktuell eine stark wachsende Nachfrage nach gezielter Rechtschreibförderung. Deshalb bauen wir unser Angebot derzeit aus und starten erstmals ein eigenes Rechtschreibtraining in Zusammenarbeit mit dem Lernserver-Bildungsprojekt. Dort, wo Schule an strukturelle Grenzen stößt, brauchen Kinder zusätzliche Unterstützung, um sprachlich nicht den Anschluss zu verlieren."

Der Lernserver ist ein von Prof. Dr. Friedrich Schönweiss an der Universität Münster entwickeltes Bildungsprojekt, das Kinder und Jugendliche mit individuell abgestimmten Materialien beim Lesen- und Schreibenlernen unterstützt. Grundlage ist eine wissenschaftlich fundierte Analyse der Rechtschreibkompetenz, auf deren Basis passgenaue Übungsmaterialien für die Lese- und Rechtschreibförderung erstellt werden.

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Detail-Ergebnisse der repräsentativen Umfrage "Die Rechtschreibrealität" unter 1.011 Kindern im Alter von acht bis 16 Jahren im Auftrag des privaten Bildungsanbieters Studienkreis

Die Daten dieser Befragung basieren auf einer Online-Befragung mit Mitgliedern des KB&B Family Facts Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Dezember 2025 insgesamt 1.011 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter und Geschlecht der Kinder quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für Kinder im Alter von acht bis 16 Jahren in Deutschland.

Relevanz von korrekter Rechtschreibung:

  • Ein deutlicher Großteil (85 %) bewertet korrekte Rechtschreibung als wichtig (45 %) oder sehr wichtig (40 %), quer durch alle Altersstufen.
  • Mädchen (44 %) und Gymnasiast:innen (48 %) stufen sie besonders häufig als "sehr wichtig" ein.
  • Nur eine kleine Minderheit (2 %) bezeichnet Rechtschreibung als gar nicht wichtig.

Sinn von korrekter Rechtschreibung:

  • Kinder wissen genau, warum Rechtschreibung zählt:
  • Für gute Noten sagen knapp 85 %.
  • "Damit andere mich ernst nehmen" - vor allem in der Altersgruppe 14-16 Jahre (14 Jahre: 57 %, 15 Jahre: 63 %, 16 Jahre: 50 %) und bei Gymnasiast:innen (56 %) sowie an berufsbildenden Schulen (65 %).
  • Für ein "Gutes Gefühl / Selbstwert" - überdurchschnittlich bei Mädchen (39 %).
  • Gleichzeitig finden Jungen Rechtschreibung erheblich häufiger "nervig und unnötig" (10 %).

Einschätzung von korrekter Rechtschreibung bei anderen:

  • 54 % stören Rechtschreibfehler bei anderen (z. B. in Chats oder bei Influencer:innen) - besonders Mädchen (59 %), Ältere 13-16-Jährige (59 %) und Gymnasiast:innen (66 %) stören sich an Fehlern.

Zukunftsbild:

  • Rund 80 % glauben, dass Rechtschreibung auch trotz KI und Autokorrektur künftig wichtig bleibt (ja, auf jeden Fall / ja, etwas).
  • Besonders überzeugt (Rechtschreibung bleibt auf jeden Fall wichtig): 16-Jährige (57 %) und Gymnasiast:innen (52 %).
  • 23 % der Berufsschüler:innen geben an, "eher nicht" überzeugt zu sein.

Chancen für Ausbildung und Beruf:

  1. 86 % glauben an bessere Chancen in Ausbildung und Beruf durch korrekte Rechtschreibung.
  2. Besonders starke Zustimmung bei Mädchen (63 %), 15-Jährigen (68 %) und Gymnasiast:innen (63 %).
  3. Unentschlossen sind jüngere Kinder, vor allem 8-Jährige (20 %).

Quellen:

Über Studienkreis:

Der Studienkreis gehört als Teil der GoStudent Gruppe zu den führenden privaten Bildungsanbietern in Deutschland - vor Ort und online. Das Unternehmen bietet qualifizierte Nachhilfe und schulbegleitenden Förderunterricht für Schülerinnen und Schüler aller Klassen und Schularten in allen gängigen Fächern. Die individuelle Förderung folgt einem wissenschaftlich belegten Lernkonzept. Dies stärkt das Verantwortungsbewusstsein der Schülerinnen und Schüler gegenüber ihren Lernerfolgen, verbessert das Vertrauen in ihre Fähigkeiten und hilft ihnen, ihr Potenzial zu entwickeln und zu entfalten. Mit seinen mehr als 900 Standorten gewährleistet der Studienkreis seinen Kundinnen und Kunden ein Angebot in Wohnortnähe und bundesweit professionelle Online-Nachhilfe durch ausgebildete E-Tutoren. Weitere Informationen zur Arbeit und zum Konzept des Studienkreises gibt es unter https://www.studienkreis.de oder gebührenfrei unter der Rufnummer 0800 111 12 12. Kontakt via Social Media: Facebook, Instagram, TikTok, X, LinkedIn, YouTube."

Pressekontakt:

Studienkreis GmbH
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thomas Momotow (Pressesprecher)
Universitätsstraße 104, 44799 Bochum
Tel.: 02 34/97 60-122
E-Mail: tmomotow@studienkreis.de

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