Deutsche Gründer- und Unternehmertage (deGUT)

"Bei den wenigsten Gründungen läuft es so wie im Bilderbuch!"

Berlin/Potsdam (ots) - Claudia Helming, Gründerin der Social Commerce-Plattform "DaWanda", gibt in einem Kurzfilm anlässlich der Deutschen Gründer- und Unternehmertage (deGUT) 2014 Tipps für erfolgreiches Unternehmertum

Selbstgemachtes für Millionen: Claudia Helming gründete zusammen mit Michael Pütz 2006 die Social Commerce-Plattform "DaWanda". Auf dem Internetportal können Designer handgemachte, individualisierte, aufgearbeitete oder veredelte Produkte in limitierter Auflage zum Kauf anbieten. Die Käufer erwerben die Produkte dabei direkt vom Hersteller; DaWanda erhält pro verkauften Artikel eine Provision von 5 Prozent. Mit großem Erfolg: Mittlerweile kaufen über 3,8 Millionen Mitglieder die handgemachten, limitierten und zum Teil individualisierten Produkte von über 270.000 kreativen Köpfen. In einem Youtube-Film anlässlich der 30. Deutschen Gründer- und Unternehmertage (deGUT) 2014 auf www.degut.de schildert Claudia Helming ihre unternehmerischen Anfänge, Erfolge und Schwierigkeiten und möchte damit Gründerinnen und Gründer unterstützen: "Ich bin Repräsentantin der deGUT, weil ich als Gründerin, die mittlerweile schon einige Jahre Erfahrung hat, Neugründungen, Unternehmertum und alles, was damit zu tun hat, weiterhin sehr spannend finde. Ich denke, dass das gerade von Leuten, die schon einmal gegründet haben, weiterhin gefördert werden muss."

Die Idee zu DaWanda entstand vor acht Jahren in Moskau. Claudia Helming arbeitete dort mit Michael Pütz für eine Internetfirma und wollte mit ihm ein eigenes Unternehmen gründen - sie wussten nur noch nicht genau, was für eines. Der Durchbruch erfolgte nach einem Bastelabend, an dem sie versuchten, Geschenke selbst zu machen. Die Geschenke selbst wurden zwar laut Helming "wahnsinnig hässlich", dafür wurde beiden aber klar, dass sie auf eine Marktlücke gestoßen waren: "Es war einfach der Moment, an dem wir dachten: Das braucht die Welt. Die Kreativen, die es überall gibt, die haben ja kaum Sichtbarkeit und wenn man nicht genau weiß, wo sie sitzen, kann man sie auch nicht finden." Ein Jahr später waren sie dann bereits mit DaWanda online. Aber auch bei ihnen lief anfangs nicht alles glatt. "Bei den wenigsten Gründungen läuft es so wie im Bilderbuch", so Helming. Wie auch für viele andere Start-ups war für DaWanda die Finanzierung ein großes Thema; sie mussten relativ lange suchen, bis sie die ersten Kapitalgeber gefunden hatten. Ein kritischer Moment, denn: "Früher oder später geht das Geld definitiv aus und man weiß es auch", erzählt sie. "Entweder man hat dann zu dem Zeitpunkt eine Lösung oder das war's." DaWanda unterscheidet sich vom klassischen E-Commerce, da es vom Geschäftsmodell ein Marktplatz ist, d. h. das Unternehmen besitzt keine Waren und muss sich nicht mit dem Thema Logistik auseinandersetzen, da die Hersteller und Händler die Waren selbst verkaufen. Das Besondere an Marktplätzen ist, dass sie erst relativ schwer in Fahrt zu bringen sind, da es auf beiden Seiten - Verkäufer und Käufer - eine gewisse Masse braucht. Ein Modell mit einem wichtigen Vorteil, wie Claudia Helming festgestellt hat: "Wenn ein Unternehmen wie unseres mal die kritische Masse hat, dann ist es auch relativ unkaputtbar und unangreifbar von Konkurrenten."

Das Unternehmen hat inzwischen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Madrid, Paris und Warschau, dennoch ist der Gründungs- und Mittelpunkt von DaWanda in Berlin - nicht ohne Grund: "Was schon damals so war und auch heute noch ist, ist, dass es die Stadt der Künstler, Designer und Alternativen ist - das passt zu unserem Geschäftsmodell ja schon ziemlich gut. Berlin ist, wenn man im Internetumfeld tätig ist und eine internationale Firma betreibt, schon ein exzellenter Standort." Geholfen habe ihr beim Wachstum ihres Unternehmens unter anderem auch die Tatsache, dass nicht nur viele Mütter auf der Plattform einkaufen, sondern dort auch ihre handgefertigten Produkte verkaufen, da sie in Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern wie z. B. Frankreich in der Babypause erst einmal zu Hause bleiben und sich dann für diese Zeit eine geeignete Beschäftigung suchen.

Unabhängig von der Branche ist ihr wohl wichtigster Ratschlag, als Start-up auf jeden Fall noch einen Alternativplan in der Tasche zu haben. "Bei Neugründungen ist es wichtig, dass man sehr realistisch an die Sache rangeht. Man kann sich in Excel wahnsinnig viel schön rechnen, das geht ganz einfach und sieht prächtig aus. Ich glaube aber, es ist gut, auch noch einen Plan B in der Tasche zu haben. Vor allen Dingen dann, wenn alles doch ein bisschen länger dauert als geplant und gedacht und vielleicht von Anfang an alles nicht so groß ausfällt und sich so entwickelt wie man dachte."

Weitere Tipps sind in ihrem Film auf www.degut.de und live bei ihrem Auftritt auf der deGUT am 17. Oktober 2014 in Berlin zu sehen: "Ich finde es gut, dass junge Gründer und Gründungswillige durch die deGUT eine Anlaufstelle haben, wo sie an einem Ort in sehr kompakter Form sehr viele Informationen bekommen, Gleichgesinnte treffen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden und dadurch Kraft bekommen und sich gegenseitig beflügeln."

Über die deGUT:

Die Deutschen Gründer- und Unternehmertage (deGUT) finden am 17. und 18. Oktober 2014 bereits zum 30. Mal statt. Es werden mehr als 6.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu dieser wichtigen Messe rund um Existenzgründung und Unternehmertum auf dem ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof erwartet. Ca. 130 Aussteller und das kostenlose Seminar- und Workshop-Programm bieten den Messebesucherinnen und -besuchern an zwei Tagen fundiertes Wissen und Beratung sowie intensive Kontakte zu Gleichgesinnten, Förderern und Mentoren. Veranstaltet wird die deGUT von der Investitionsbank Berlin (IBB) und der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB). Gefördert wird die Messe von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung des Landes Berlin und dem Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg; Schirmherr ist der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel.

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Kornelia Kostetzko
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