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12.03.2020 – 14:12

Bundesinnung der Hörakustiker KdöR

Duale Ausbildung als internationales Vorbild
Best Practice: Ausbildungsberuf Hörakustiker

Mainz (ots)

Modern und abwechslungsreich: Die Ausbildung zum Hörakustiker verbindet Handwerk mit digitaler Technik und medizinischen, psychologischen sowie kommunikativen Kenntnissen. Sie ist eine beliebte Alternative zum Studium und international Vorbild. Ihr Ausbildungszentrum in Lübeck, der Campus Hörakustik, ist das weltweit älteste und größte.

Ausbildung an international renommiertem Campus Hörakustik

Die duale Berufsausbildung zum Hörakustiker in Deutschland ist in ihrer Form einzigartig und hat weltweit Vorbildcharakter. Sie findet abwechselnd im heimatlichen Ausbildungsbetrieb und am Campus Hörakustik in Lübeck statt. Der Campus Hörakustik ist das weltweit größte Ausbildungs- und Kompetenzzentrum der Hörakustik, an dem sich auch Experten aus der ganzen Welt in internationalen Workshops weiter- und fortbilden lassen.

Mit Hightech gegen den Hörverlust

Die Begeisterung für den Umgang mit moderner Technik gehört bei Hörakustikern zum Berufsbild. Digitalisierung ist in diesem Beruf längst gelebte Praxis. Vom Ohr-Scan über die Anpassungs-Software bis hin zu den winzigen Hörsystemen mit Bluetooth-Anbindung, die mit künstlicher Intelligenz ausgestattet sind oder sich mit dem Smartphone und anderen digitalen Endgeräten verbinden lassen - in der Hörakustik spielt das Verständnis für technische Lösungen eine wichtige Rolle. Selbst das maßgefertigte Ohrpassstück kann mit einer CAD-Software am Computer gestaltet und im 3D-Drucker produziert werden.

Handwerk, das viele Wege eröffnet

"Der Beruf des Hörakustikers ist außerordentlich vielseitig und zukunftssicher, es herrscht Vollbeschäftigung mit langfristigen Perspektiven", sagt Marianne Frickel, Präsidentin der Bundesinnung der Hörakustiker (biha) und selbst Hörakustiker-Meisterin. Die Ausbildung zum Hörakustiker steht Schulabgängern von allen Schulformen offen und bietet viele Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln. Der berufliche Weg kann nach der Gesellenprüfung unterschiedlich fortgesetzt werden. Die Weiterbildung zum Pädakustiker, Audiotherapeuten, Tinnitus- oder Implantat-Spezialisten ist möglich. Mit bestandener Meisterprüfung können Hörakustiker ihren eigenen Betrieb führen, in dem sie selbst ausbilden. Meister dürfen seit 2020 auch den Titel "Bachelor professional" führen.

Darüber hinaus gibt es die Option nach erfolgreichem Berufsabschluss, auch ohne Abitur eine akademische Laufbahn über den Studiengang "Hörakustik" einzuschlagen - bis hin zum Doktorat oder zur Professur.

Aktuell lernen 3.200 Auszubildende aus ganz Deutschland das Gesundheitshandwerk der Hörakustik. Die Ausbildungsquote ist in diesem Handwerk mit rund 20 Prozent außerordentlich hoch, während sie im Durschnitt in Deutschland lediglich bei 4,8 Prozent liegt. Damit leistet die Hörakustik einen wichtigen Beitrag sowohl für die berufliche Zukunft junger Menschen als auch für die zukünftige Versorgungssicherheit.

Hintergrund zum Hörakustiker-Handwerk

In Deutschland gibt es etwa 5,4 Millionen Menschen mit einer indizierten Schwerhörigkeit. Schwerhörigkeit zählt zu den zehn häufigsten gesundheitlichen Problemen. Mit über 6.700 Hörakustiker-Betrieben und ca. 15.000 Hörakustikern versorgt das Hörakustiker-Handwerk bereits ca. 3,7 Millionen Menschen in Deutschland mit modernsten Hörsystemen. Die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) KdöR vertritt die Interessen der Hörakustiker in Deutschland.

Neben der Erstversorgung des Kunden ist der Hörakustiker auch für die begleitende Feinanpassung mit wiederholten Überprüfungen und Nachstellungen der Hörsystemfunktionen u.v.m. zuständig. Er berät zu Gehörschutz, Tinnitus und allem rund ums Hören.

Pressekontakt:

Dr. Juliane Schwoch (biha), schwoch@biha.de

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