PRESSEPORTAL Presseportal Logo
Alle Storys
Folgen
Keine Story von Kölnische Rundschau mehr verpassen.

31.07.2009 – 05:00

Kölnische Rundschau

Kölnische Rundschau: zu SPD/Kompetenzteam

Köln (ots)

Es ist nicht leicht zu verstehen, warum die SPD ein
19 Köpfe starkes Regierungsteam vorstellen muss, um Kompetenz 
aufzuzeigen. Ihr bleiben
noch 59 Tage bis zur Bundestagswahl, und trotz aller gebotenen 
Vorbehalte gegenüber Meinungsumfragen sieht es nicht so aus, als 
brauche sie im Herbst 19 ministrable Männer und Frauen, mit denen sie
glatt eine Alleinregierung nach absoluter Mehrheit bestreiten könnte.
19 Köpfe für den Weckruf im Bundestagswahlkampf? Frank-Walter 
Steinmeier, so lästern seine politischen Gegner, muss sich dann 
zumindest nicht vorwerfen lassen, alleine gescheitert zu sein. Doch 
dem Mann bleibt gar nichts anderes übrig, als die Umfragewerte zu 
ignorieren und gegen sie anzukämpfen. Die SPD ist die Partei, die 
angreifen muss. Sie ist die Herausforderin der Union, die mit ihrer 
Kanzlerin und Vorsitzenden Angela Merkel gut dasteht. Insofern war 
Steinmeier gut beraten, in seinem Team tatsächlich Kompetenz zu 
versammeln. So mutig es ist, mit Ulrike Merten eine Frau für das
Amt des Verteidigungsministers zu nominieren, so renommiert ist die 
frühere Finanz-Staatssekretärin Barbara Hendricks in Sachen 
Verbraucherschutz für Finanzmarktprodukte. Eine junge ostdeutsche
Finanz- und Sozialexpertin als Gegenentwurf zu Familienministerin von
der Leyen kann bestenfalls darüber hinweg helfen, dass Routiniers wie
Peer Steinbrück oder Olaf Scholz in Sachen Generationengerechtigkeit 
längst nicht an einem Strang ziehen. Und mit dem Wirtschaftsmann 
Harald Christ hat Steinmeier einen Joker gezogen, der exakt weiß, wie
die aktuelle ökonomische und Finanzmarktkrise auf kleine und 
mittelständische Unternehmen
wirken. Die SPD will Schwarz-Gelb verhindern. Darauf setzt der
Vizekanzler mit seinem Team. Dabei wäre der Verbleib in der
großen Koalition schon ein Riesenerfolg - und vermutlich allemal 
vielversprechender, als mit FDP und Grünen ein Bündnis zu schmieden, 
in dem die beiden Partner zusammen genauso stark sind wie die SPD.

Pressekontakt:

Kölnische Rundschau
Jost Springensguth
print@kr-redaktion.de

Original-Content von: Kölnische Rundschau, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Kölnische Rundschau
Weitere Storys: Kölnische Rundschau