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ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Mehr als 5.000 Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln - Apotheker haben den Durchblick

Berlin (ots)

Berlin (ABDA 26. Juni 2007) Wechselwirkungen
zwischen Arzneimitteln sind verbreiteter als bisher angenommen. Etwa 
5.000 Wechselwirkungen mit unterschiedlichem Schweregrad sind bislang
bekannt, etwa 20 Prozent davon sind schwerwiegend. "Die klinische 
Relevanz muss im Einzelfall kritisch hinterfragt und der Nutzen gegen
das Risiko abgewogen werden", sagte Apotheker Professor Dr. Martin 
Schulz von der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. 
Aufgrund schwerwiegender Wechselwirkungen wurden in den vergangenen 
Jahren mehrere Arzneimittel vom Markt genommen.
Am häufigsten sind Wechselwirkungen bei älteren Patienten, die 
viele Medikamente einnehmen oder wenn verschiedene Ärzte und 
Apotheken an der Versorgung beteiligt sind. Die Arzneistoffgruppe mit
den meisten Wechselwirkungen sind Rheumamittel. Ebenfalls 
problematisch sind viele Medikamente gegen 
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zum Beispiel Digitalis, 
Calciumkanalblocker oder Diuretika.
Wechselwirkungen sind auch bei rezeptfreien Medikamenten möglich. 
So kann Johanniskraut die Wirkung der Antibabypille beeinträchtigen, 
Kalzium die Wirkung von Medikamenten gegen Osteoporose hemmen. 
Schulz: "Wechselwirkungen können umfassend erkannt werden, wenn der 
Apotheker alle eingenommen Arzneimittel kennt, egal ob vom Arzt 
verordnet oder aus der Selbstmedikation. Bei Patienten, die sich in 
eine Hausapotheke eingeschrieben haben, werden Wechselwirkungen am 
leichtesten erkannt." In vielen Fällen kann der Apotheker zusammen 
mit dem Arzt Wechselwirkungen vermeiden, zum Beispiel durch das 
Ausweichen auf einen alternativen Wirkstoff oder den Hinweis auf die 
zeitlich getrennte Einnahme der Medikamente.

Pressekontakt:

Dr. Ursula Sellerberg
Stellv. Pressesprecherin
ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
Mail.: u.sellerberg@abda.aponet.de
Tel.: 030 - 40004 134
Fax: 030 - 40004 133
www.abda.de

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