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09.09.2002 – 19:00

BDZV - Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger e.V.

Bundespräsident Johannes Rau: Zeitungen sind zur Meinungsbildung unersetzbar
40 Jahre Journalistenpreis der deutschen Zeitungen - Theodor-Wolff-Preis
Festakt auf Schloss Bellevue

    Berlin (ots)

Die besondere Rolle der Zeitungen für die
demokratisch verfasste Gesellschaft würdigte Bundespräsident Johannes
Rau anlässlich der Verleihung des Journalistenpreises der deutschen
Zeitungen - Theodor-Wolff-Preis am 9. September 2002 in Berlin.
"Gerade in diesen vom Wahlkampf geprägten Tagen zeigt sich die Stärke
der Zeitung im Vergleich zu anderen Medien: Sie kann kompetent wie
kein anderes Medium über verschiedene Parteiprogramme aufklären,
Politiker nach Stärken und Schwächen analysieren. Die meisten
Zeitungen nutzen diese Möglichkeiten. Sie können so auch der
Politikverdrossenheit entgegenwirken." Regionale Zeitungen und
regionale Rundfunksender in Deutschland seien für viele Menschen die
wichtigsten Informationsquellen, führte der Bundespräsident weiter
aus. Sie seien zur Meinungsbildung unersetzbar - und deshalb sei ihre
Präsenz mit eigenen Korrespondenten in Berlin besonders wichtig.
    
    Der Vorsitzende des Kuratoriums für den Theodor-Wolff-Preis und
ehemalige Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger
(BDZV), Rolf Terheyden, hob hervor, dass die Zeitungen mehr denn je
gefordert seien, ihre Stärken auszuspielen und auszubauen. Auch unter
erschwerten wirtschaftlichen Bedingungen müsse weiterhin in die
Qualität der redaktionellen Leistung investiert werden. Terheyden
wörtlich: "Qualität macht Sieger! Das gilt nicht nur für
Schönwetterzeiten. Das muss erst recht in schweren wirtschaftlichen
Zeiten das Leitmotiv sein." (Die Rede von Rolf Terheyden ist abrufbar
unter www.bdzv.de.)
    
    Anlässlich der Festveranstaltung im Schloss Bellevue waren neben
Gästen aus Verlagen, Politik und Kultur auch rund 140 Träger des
Theodor-Wolff-Preises der vergangenen Jahre zugegen, darunter zum
Beispiel der frühere ZDF-Chefredakteur Reinhard Appel; Günther von
Lojewski, langjähriger Intendant des SFB; Herbert Riehl-Heyse, einer
der herausragenden Autoren von Zeitungsreportagen, oder
"GEO"-Chefredakteur Peter-Matthias Gaede.
    
    Um den Erfolg journalistischer Arbeit ging es in der von Giovanni
di Lorenzo geleiteten Podiumsdiskussion zum Thema "Wer liest, wer
schreibt, was bleibt?". Am Podium: Hermann Beckfeld, Chefredakteur
der "Ruhr Nachrichten" in Dortmund; Klaus Bresser, langjähriger
Chefredakteur des ZDF und nun bei N-TV; der Publizist Hellmuth
Karasek; Cordt Schnibben, Reporter und Ressortleiter der Zeitschrift
"Der Spiegel" in Hamburg; sowie Cordula von Wysocki, stellvertretende
Chefredakteurin der "Kölnischen Rundschau".
    
    Fünf Journalisten wurden mit dem Journalistenpreis der deutschen
Zeitungen - Theodor-Wolff-Preis gewürdigt. Der mit 6.000 Euro
dotierte Preis in der Kategorie "Leitartikel/Kommentar/Essay" geht an
Regine Sylvester, "Berliner Zeitung". Die ebenfalls mit 6.000 Euro
dotierten Preise in der Sparte "Allgemeines" erhalten Wolfgang
Büscher ("Die Welt", Berlin) und Irena Bre_ná ("Freitag", Berlin). In
der Kategorie "Lokales" werden Peter Schwarz (Zeitungsverlag
Waiblingen) und Lothar Häring ("Schwäbische Zeitung", Leutkirch)
ausgezeichnet.
    
    Der renommierteste deutsche Journalistenpreis ist nach dem
ehemaligen Chefredakteur des "Berliner Tageblatts", Theodor Wolff,
benannt und wird seit 1962 jährlich vom BDZV verliehen. An der
Ausschreibung hatten sich 376 Journalistinnen und Journalisten
beteiligt.
    
    Der unabhängigen Jury zum Theodor-Wolff-Preis gehören an: Gernot
Facius (Autor "Die Welt", Berlin); Dr. Helmut Herles
(Chefkorrespondent "General-Anzeiger", Bonn); Herbert Kolbe
(Chefredakteur "Emder Zeitung"); Ralf Lehmann (Chefredakteur a.D.,
Hattingen); Stephan Richter (Chefredakteur Schleswig-Holsteinischer
Zeitungsverlag, Flensburg); Herbert Riehl-Heyse (leitender Redakteur
"Süddeutsche Zeitung", München); Dr. Klaus Rost (Chefredakteur
"Märkische Allgemeine", Potsdam); Jost Springensguth (Chefredakteur
"Kölnische Rundschau") sowie Dr. Uwe Vorkötter (Chefredakteur
"Berliner Zeitung").
    
    
ots Originaltext: BDZV
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


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