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DBU: Wie Klima- und Denkmalschutz Hand in Hand gehen können

DBU: Wie Klima- und Denkmalschutz Hand in Hand gehen können
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Altstädte sind meist dicht bebaut, stark versiegelt und bieten kaum Platz für Grünflächen. Das macht ihren Bestand, aber auch die dort wohnenden Menschen, besonders anfällig für Folgen von Extremwetterereignissen. Zugleich begrenzt der Denkmalschutz Möglichkeiten zur Klimafolgenanpassung. Welche Spielräume es dennoch gibt, will ein Workshop der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) beim Extremwetterkongress zeigen.

Hiermit senden wir Ihnen eine Pressemitteilung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Über eine Veröffentlichung freuen wir uns.

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Wie Klima- und Denkmalschutz Hand in Hand gehen können

DBU-Tipps beim Extremwetterkongress 2026 in Hamburg

Osnabrück. Für die Stadtentwicklung vergangener Jahrhunderte hat ein sich änderndes Klima praktisch keine Rolle gespielt. Altstädte sind deshalb meist dicht bebaut, stark versiegelt und bieten kaum Platz für Grünflächen. Das macht ihren Bestand, aber auch die dort wohnenden Menschen, besonders anfällig für Folgen von Extremwetterereignissen. Zugleich begrenzt der Denkmalschutz Möglichkeiten zur Klimafolgenanpassung. Einige Spielräume für effektive Maßnahmen gibt es gleichwohl: Beim Extremwetterkongress 2026 in Hamburg gibt Constanze Fuhrmann, Fachreferentin der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in einem Workshop Tipps, wie historische Straßenzüge und Ensemble klimafest werden können – und der Denkmalschutz dennoch gewahrt bleibt.

Synergien zwischen Denkmalschutz und Klimafolgenanpassung

Gemeinsam mit Rebecca Landwehr vom Bundesverband GebäudeGrün (BuGG) wird DBU-Expertin Fuhrmann am 24. September in einer 90-minütigen Einheit (Beginn: 17 Uhr) mit den Teilnehmenden erarbeiten, welche Risiken der Klimawandel für historischen Baubestand birgt, wie Kommunen entsprechende Herausforderungen meistern können und wo Synergien zwischen Denkmalschutz und Klimafolgenanpassung möglich sind. „Ein Ziel ist es, die besonderen Herausforderungen, aber auch die Potenziale historischer Bauten im Hinblick auf den Klimawandel zu vermitteln“, sagt Fuhrmann. Auf dieser Grundlage sollen dann praktische Bedarfe in kommunalen Anpassungsstrategien identifiziert sowie bestehende Wissens- und Forschungslücken benannt werden.

Workshop fußt auf Erkenntnissen aus DBU-Förderprojekt

Beide Expertinnen stützten sich auf Erkenntnisse eines aktuellen DBU-Förderprojekts. Seit März 2025 erprobt der BuGG Begrünungsmaßnahmen an denkmalgeschützten Gebäuden und Ensembles. Gebäudebegrünung gilt als wirkungsvolle Maßnahme, um kühle Rückzugsorte in urbanen Gebieten zu schaffen. Allerdings gibt es Bedenken, ob die Bausubstanz historischer Gebäude Begrünungsmaßnahmen verkraftet. Eine Sorge, die zumindest in ihrer Pauschalität unbegründet ist, sagt Fuhrmann. „Begrünung wurde bereits in früheren Jahrhunderten an Gebäuden als Zierelement eingesetzt, was zeitgenössisch als unproblematisch erachtet wurde“, so die DBU-Fachreferentin. Historische Bausubstanz sei in vielen Fällen grundsätzlich für eine Begrünung geeignet. Bislang allerdings sind entsprechende Maßnahmen stets Ergebnis einer Einzelfallentscheidung. Ein Leitfaden zum fachgerechten Umgang mit Dach- und Fassadenbegrünung in der Denkmalpflege fehlt. Ihn zu erarbeiten, ist das wesentliche Ziel des Förderprojektes mit dem BuGG. Erkenntnisse aus dem Vorhaben wollen Fuhrmann und Landwehr beim Workshop auf dem Extremwetterkongress vermitteln. Das gilt insbesondere auch im Hinblick auf Möglichkeiten, die der Denkmalschutz für Begrünungsmaßnahmen lässt.

Rolle von Klimamanagern besonderes im Fokus

Zudem sind die Teilnehmenden aufgefordert, eigene Ideen zu entwickeln. Etwa im Hinblick auf eine möglichst klimaangepasste Altstadt in Frankfurt am Main. Ein weiterer Fokus liegt auf der Rolle des kommunalen Klimamanagements und dessen Möglichkeiten, Klimafolgenanpassung am Denkmal vorzunehmen und dabei Akteure wie Verwaltung und Öffentlichkeit einzubeziehen. Der Besuch des DBU-Workshops ist für Teilnehmende des Extremwetterkongresses sowie der anschließenden Deutschen Klimamanagement-Tagung, die im Rahmen des Kongresses stattfindet, kostenlos. Die maximale Gruppengröße beträgt 30 Personen.

Kongress beleuchtet Extremwettereignisse und Klimawandel

Veranstalter des Extremwetterkongresses ist seit 2006 der Meteorologe Frank Böttcher. Ziel damals wie heute: Die Öffentlichkeit über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu extremen Wetterereignissen und ihren Bezug zum Klimawandel zu informieren. Das mehrtägige Format findet seit 2020 jährlich statt. Erwartet werden etwa 1000 Gäste. Schirmherr ist Bundesumweltminister Carsten Schneider, der den Kongress mit einer Rede eröffnet.

Fotos nach IPTC-Standard zur kostenfreien Veröffentlichung unter www.dbu.de

Klaus Jongebloed
- Pressesprecher -

An der Bornau 2
49090 Osnabrück
0541|9633-521
0171|3812888
 www.dbu.de
Weiteres Material zum Download

Dokument:  PM-124-2026 Extremwetterkongress.docx