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DBU-Umweltpreisträger Carl H. Schmitt gestorben

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Am 13. August ist der deutsche Unternehmer Carl H. Schmitt im Alter von 95 Jahren gestorben. Eine Nachricht, die bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) für große Anteilnahme sorgt – schließlich erhielt Schmitt im Jahr 2007 für die Entwicklung umweltverträglicher Alternativen zu klimaschädlichen Kühlmitteln den Deutschen Umweltpreis der DBU. Deren Generalsekretär Alexander Bonde würdigte Schmitt als einen visionären, beharrlichen und mutigen Unternehmer.

Hiermit senden wir Ihnen eine Pressemitteilung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Über eine Veröffentlichung freuen wir uns.

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Beharrlich, visionär und mutig

DBU-Umweltpreisträger Carl H. Schmitt gestorben

Osnabrück. Das Engagement für klima- und umweltfreundliche Lösungen zeichnete ihn aus, wie auch die Bereitschaft, dafür unternehmerische Risiken einzugehen: Am 13. August ist Carl H. Schmitt im Alter von 95 Jahren gestorben. Eine Nachricht, die bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) für große Anteilnahme sorgt – schließlich war Schmitt der Stiftung in besonderer Weise verbunden: Im Jahr 2007 erhielt er den Deutschen Umweltpreis der DBU. Deren Generalsekretär Alexander Bonde würdigte Schmitt als einen visionären, beharrlichen und mutigen Unternehmer. „Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen.“

Bonde: Ein Unternehmer, der aus Verantwortung Risiken einging

Schmitt habe in seiner unternehmerischen Tätigkeit Belange des Klima- und des Umweltschutzes berücksichtigt in einer Zeit, in der das längst noch keine Selbstverständlichkeit war, erklärte Bonde: „Wir trauern um einen Menschen, der als Unternehmer Verantwortung übernommen hat, um eine intakte Umwelt zu bewahren. Dieses Ziel hat er beharrlich verfolgt und dafür war er auch bereit, Risiken einzugehen.“

Klimafreundliche Alternative für Schmitt eine Sache des Gewissens

Schmitt kam am 6. Mai 1931 in der damaligen Stadt Ziegenhain (heute: Schwalmstadt) zur Welt. Als studierter Diplom-Kaufmann gründete er im Jahr 1961 die Firma Konvekta GmbH Heizungs- und Klimasysteme für Gebäude. Kurz nach Gründung des Unternehmens, das als AG bis heute in Schwalmstadt ansässig ist, verlagerte Schmitt seinen unternehmerischen Schwerpunkt auf Klima- und Kühlanlagen für Nutz- und Transportfahrzeuge. Schon in den 1980er-Jahren ließ er in seinem Betrieb zur Entwicklung von umweltverträglichen Alternativen zu klimaschädlichen Kühlmitteln wie FCKW forschen. Ansporn dazu war ihm sein Gewissen: Das seine Branche erheblichen Anteil an der geschädigten Ozonschicht hatte, das wollte er ändern. Dazu ging Schmitt Wagnisse ein.

Wagnisse, die sich am Ende auszahlten: Sein Durchhaltewillen ist es zu verdanken, dass ab dem Jahr 1996 nach langjähriger Entwicklung der erste Prototyp einer Kohlendioxyd-Busklimaanlage erfolgreich zum Einsatz kam. Ein Meilenstein, da CO2 als natürlicher Bestandteil der Luft bei einer Freisetzung kaum Emissionen verursacht, anders als FCKW oder andere chemische Kühlmittel, die das Treibhausgas später ersetzten.

Deutscher Umweltpreis im Jahr 2007 würdigte Schmitts Beharrlichkeit

Für die Entwicklung innovativer und umweltfreundlicher Klima- und Kälteanlagen für den Fahrzeugbau erhielt Schmitt im Jahr 2007 dann den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt – gemeinsam mit seinem Mitarbeiter und langjährigen Entwicklungsleiter Prof. Dr. Jürgen Köhler. Der Deutsche Umweltpreis würdigt seit 1993 Leistungen von Menschen, die sich vorbildlich zum Schutz und zum Erhalt der Umwelt einsetzten. Beide, Schmitt und Köhler, hätten trotz großer technischer und finanzieller Risiken ihre klimafreundliche Technologie zur mobilen Klima- und Kältetechnik bis zur Serienführung vorangetrieben, würdigte die DBU im Jahr 2007 die Preisträger. Und mehr noch: Beide hätten „einen wesentlichen Beitrag geleistet, dieses natürliche Kältemittel marktreif zu machen und zu einer internationalen Verbreitung ihres Wissens und ihrer Technologie beigetragen.“

Ein Plädoyer für freie Forschung

Der Weg zum erfolgreichen Prototypen war lang, schwierig und nicht ohne Fehlschläge, wie beide anlässlich der Preisverleihung 2007 bekannten. Doch er, Schmitt, habe stets Vertrauen in die Innovationskraft einer freien Forschung gehabt, betonte er damals mit Blick auf seinen Entwicklungsleiter Köhler: „Forschung mit Fesseln ist keine Forschung.“ Natürlich gehe man mit Forschung ein Risiko ein. „Aber dafür ist man Unternehmer, dass man Risiken eingeht.“ Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit fühlte Schmitt sich auch auf andere Art und Weise zu sozialer Verantwortung verpflichtet: In seinem Elternhaus richtete er im Jahr 2004 die Konvekta C.H.Schmitt-Stiftung ein, die in der Region rund um den Sitz des Unternehmens und der Stiftung soziale Projekte fördert und solche, die Arten- und Umweltschutz zum Gegenstand haben.

Fotos nach IPTC-Standard zur kostenfreien Veröffentlichung unter www.dbu.de

Klaus Jongebloed
- Pressesprecher -

An der Bornau 2
49090 Osnabrück
0541|9633-521
0171|3812888
 www.dbu.de
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Dokument:  PM-092-2026 Nachruf Carl H. Schmitt.docx
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