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26.06.2007 – 13:00

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Energie sparen beim Auspowern
Fortbildung, Beratung und Kooperationen sollen nachhaltigen Sportstättenbau unterstützen

Osnabrück (ots)

Viele Sportler haben neben dem Spaß an ihrer
Sportart auch das Ziel, möglichst viel Energie zu verbrennen - im 
Körper. Die Sport- und Vereinsgebäude müssen dem allerdings nicht 
unbedingt nacheifern. "Hier ist die Devise eher Ressourcenschutz und 
damit einhergehend Kostenersparnis," so Horst Delp vom Landesportbund
Hessen (LSBH). Der Sportbund hat ein von der Deutschen Bundesstiftung
Umwelt (DBU) mit gut 100.000 Euro gefördertes Projekt auf die Beine 
gestellt, mit dem dieser Anspruch in den einzelnen Vereinen umgesetzt
werden soll. Den Abschluss des Projektes bildet die Tagung 
"Nachhaltiger Sportstättenbau", die heute und morgen im Zentrum für 
Umweltkommunikation (ZUK) der DBU stattfindet. Neben Aus- und 
Fortbildung setzt der LSBH auf ein Beratungsprogramm sowie 
Kooperationen mit der mittelständischen Wirtschaft. Hinzu kommt in 
Kürze eine Internetplattform. Bei ihrer Arbeit wird der LSBH vom 
Deutschen Turner-Bund (DTB) und dem Deutschen Olympischen Sportbund 
(DOSB) unterstützt.
Bei vielen Vereinsheimen und Sportanlagen bestehe ein hoher 
Sanierungs- und Investitionsbedarf in den Bereichen Wasser, Energie 
und Wärmedämmung, erklärt Delp: "Das Problem: Die Sportorganisationen
oder Kommunen verfügen meist nicht über speziell für den nachhaltigen
Sportstättenbau ausgebildete Mitarbeiter." Auch bei Planern und 
Handwerkern fehlten häufig Kenntnisse, die man besonders bei 
Sportgebäuden benötige. Regionale Informationsveranstaltungen des 
LSBH hätten das Thema in die Diskussion gebracht. Dazu biete man 
jetzt zusammen mit dem DTB und dem DOSB spezielle Aus- und 
Fortbildungen an. "Hier wird eine Lücke im bisherigen Bildungsangebot
geschlossen," ergänzt DBU-Expertin Verena Exner.
Informationen zu dem Thema werde es außerdem bald auf einer 
Internetplattform geben. Dort würden Gedanken und Informationen 
ausgetauscht, vorbildliche Beispiele vorgestellt und Angebote der 
mittelständischen Wirtschaft zur Lösung der umweltrelevanten Bau- und
Sanierungsprobleme dokumentiert. "Die Kooperation mit der Wirtschaft 
ist ein weiterer wichtiger Aspekt," betont Delp. Studien hätten 
ergeben, dass in Sportstätten rund 40 Prozent der Heizungsanlagen in 
den nächsten Jahren ausgetauscht werden müssten und 53 Prozent nicht 
bedarfsgerecht gesteuert werden könnten. Ähnliches gelte für 
Isolierung, Wasserversorgung und andere Bereiche. Damit ergebe sich 
ein Riesenpotenzial für die mittelständische Wirtschaft. Die heutige 
Fachtagung mit begleitender kleiner Fachausstellung verstehe sich 
deshalb auch als Auftaktveranstaltung zur Sammlung und Dokumentation 
von Beiträgen der mittelständischen Wirtschaft zum nachhaltigen 
Sportstättenbau.
Auch in der DBU freut man sich über diesen ganzheitlichen Ansatz. 
"Wir hoffen, dass dank der neu ausgebildeten Umwelt- und 
Klimaschutzberater im Sport bald noch weniger Energie und Rohstoffe 
verbraucht werden," so DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. Und:
"Wie viele Kalorien der Einzelne mit Hanteln, Fahrrad oder Barren 
verbrauchen will, bleibt ihm natürlich weiterhin selbst überlassen."

Pressekontakt:

Ansprechpartner
Franz-Georg Elpers
- Pressesprecher -
Taalke Nieberding
Anneliese Grabara

Kontakt DBU:
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: 0541|9633521
Telefax: 0541|9633198
presse@dbu.de
www.dbu.de

Ansprechpartner für Fragen zum Projekt:

Horst Delp
Landessportbund Hessen
Geschäftsbereich Sportinfrastruktur
Otto-Fleck-Schneise 12
60528 Frankfurt

Telefon: 069/ 6789-101
Telefax: 069/ 6789-92266
delp@lsbh.de

Original-Content von: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), übermittelt durch news aktuell

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