Uni Osnabrück und DIL bringen pflanzliche Proteine ins Gespräch – erstes CitizenLab am 26. Juni in Quakenbrück
Wie viel Protein brauche ich eigentlich? Schmecke ich den Unterschied zwischen herkömmlichen und pflanzlichen Wurstprodukten? Wie lassen sich Proteine aus Erbsen gewinnen? Und kann eine Mousse au Chocolat auch ohne Ei gelingen? Diesen und weiteren Fragen widmet sich das erste „Hidden Peatential! CitizenLab“, das am Freitag, 26. Juni, von 8 bis 13 Uhr auf dem Marktplatz in Quakenbrück stattfindet. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Passantinnen und Passanten sind ausdrücklich eingeladen, stehenzubleiben, mitzumachen, zu probieren und mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen.
075/2026 15.6.2026
Wissenschaft auf dem Marktplatz
Uni Osnabrück und DIL bringen pflanzliche Proteine ins Gespräch – erstes CitizenLab am 26. Juni in Quakenbrück
Wie viel Protein brauche ich eigentlich? Schmecke ich den Unterschied zwischen herkömmlichen und pflanzlichen Wurstprodukten? Wie lassen sich Proteine aus Erbsen gewinnen? Und kann eine Mousse au Chocolat auch ohne Ei gelingen? Diesen und weiteren Fragen widmet sich das erste „Hidden Peatential! CitizenLab“, das am Freitag, 26. Juni, von 8 bis 13 Uhr auf dem Marktplatz in Quakenbrück stattfindet.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Passantinnen und Passanten sind ausdrücklich eingeladen, stehenzubleiben, mitzumachen, zu probieren und mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen.
Das Projekt „Hidden Peatential! – Hier sind Erbsenzähler gefragt“ ist ein Kooperationsprojekt der Arbeitsgruppe Didaktik der Chemie der Universität Osnabrück und des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik e. V. (DIL) in Quakenbrück. Verantwortlich sind auf Seiten der Universität Osnabrück Prof. Dr. Marco Beeken und Dr. Lars Otte, auf Seiten des DIL Prof. Dr. Simone Lipinski. Gefördert wird das Projekt durch den Verbund „Zukunft der Ernährung in Niedersachsen“ (ZERN), der das Vorhaben über drei Jahre finanziert.
Im Mittelpunkt des CitizenLabs stehen Proteine und pflanzliche Proteinalternativen. An verschiedenen Mitmach-, Experimentier- und Diskussionsstationen können Besucherinnen und Besucher unter anderem ein Fleischprodukt und seine vegane Alternative sensorisch und analytisch vergleichen, Proteine aus Erbsen isolieren oder eigene Proteinshakes auf Basis ihres persönlichen Proteinbedarfs zusammenstellen. Weitere Stationen widmen sich der Frage, wie sich verschiedene pflanzliche Proteinquellen sinnvoll ergänzen können und welche technologischen Verfahren – etwa Isolation und Extrusion – bei der Gewinnung und Weiterverarbeitung pflanzlicher Proteine eingesetzt werden.
„Mit dem CitizenLab möchten wir Wissenschaft dorthin bringen, wo Menschen im Alltag unterwegs sind – nicht in den Hörsaal, sondern mitten auf den Marktplatz“, sagt Prof. Dr. Marco Beeken von der Arbeitsgruppe Didaktik der Chemie der Universität Osnabrück.
Das CitizenLab will dabei ausdrücklich nicht für eine bestimmte Ernährungsweise werben. Ziel ist es vielmehr, wissenschaftlich fundiert und verständlich über Proteine, pflanzenbasierte Alternativen und technologische Verfahren der Lebensmittelherstellung zu informieren. „Pflanzliche Proteinquellen spielen für die zukünftige Ernährung eine wichtige Rolle. Gleichzeitig gibt es viele Fragen zu Geschmack, Funktionalität, Verarbeitung und Nährwert“, erklärt Prof. Dr. Simone Lipinski vom DIL. „Das CitizenLab bietet die Möglichkeit, diese Fragen anschaulich und alltagsnah aufzugreifen – vom Rohstoff über das Lebensmittel bis hin zur Ernährung.
Neben der Wissenschaftskommunikation ist das Projekt auch selbst Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Die Verantwortlichen untersuchen unter anderem, wie Bürgerinnen und Bürger auf ein solches Format reagieren, die eigene Aktivität beim Lernen Erwachsener spielen. Damit soll evaluiert werden, inwiefern CitizenLabs mit Hands-on-Aktivitäten eine sinnvolle Ergänzung oder Alternative zu klassischen Informationsformaten wie Vorträgen, Radio- oder Fernsehbeiträgen darstellen können.
„Wir möchten herausfinden, was passiert, wenn Menschen nicht nur Informationen erhalten, sondern selbst aktiv werden, ausprobieren, vergleichen und diskutieren können“, sagt Dr. Lars Otte von der Universität Osnabrück. „Gerade bei gesellschaftlich relevanten Themen wie Ernährung, Nachhaltigkeit und Lebensmitteltechnologie kann ein solches Format helfen, wissenschaftliche Erkenntnisse niedrigschwellig zugänglich zu machen und zugleich den Dialog zwischen Forschung und Öffentlichkeit zu stärken.“
Weitere Informationen für die Medien:
Dr. Lars Otte, Universität Osnabrück
Didaktik der Chemie
E-Mail: lars.otte@uos.de
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück Stabsstelle Kommunikation und Marketing Neuer Graben / Schloss, 49076 Osnabrück Tele.: +49 541 969 4516 E-Mail: oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de
Weiteres Material zum Download Dokument: 076_PM_Beeken_Pea_Qu~rück_Juni_2026.docx