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Universität Osnabrück

Grenzen in einer digitalen Welt bewusst gestalten: DigiBound-Projekt zieht Zwischenbilanz und startet nächste Phase

Seit April 2025 arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Verbundprojekt DigiBound daran, Kinder und Jugendliche im Umgang mit ihren digitalen Lebenswelten zu stärken. Nun zieht das Projektteam eine Zwischenbilanz und gibt einen Ausblick auf die kommenden Schritte.

016/2026 9. 2. 2026

Grenzen in einer digitalen Welt bewusst gestalten

DigiBound-Projekt zieht Zwischenbilanz und startet nächste Phase

Seit April 2025 arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Verbundprojekt DigiBound daran, Kinder und Jugendliche im Umgang mit ihren digitalen Lebenswelten zu stärken. Nun zieht das Projektteam eine Zwischenbilanz und gibt einen Ausblick auf die kommenden Schritte.

Beteiligt an dem Projekt sind die Arbeits- & Organisationspsychologie und die Didaktik der Informatik der Universität Osnabrück, die Wirtschaftspsychologie der Hochschule Aalen (HSA) sowie das Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften Hannover (TIB). Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Förderprogramms Empirische Bildungsforschung.

Mit DigiBound entsteht ein praxisnahes Trainingsangebot, das Kinder und Jugendliche dabei unterstützt, digitale Medien bewusst einzusetzen, Grenzen zu setzen und ihre digitalen Lebens- und Lernwelten aktiv zu gestalten. „Schulen, Lehrkräfte und weitere Interessierte sind eingeladen, diesen Weg mitzugehen und sich mit dem Projekt zu vernetzen“, erklärt Prof. Dr. Karsten Müller von der Universität Osnabrück.

Im Zentrum der bisherigen Arbeit stand die Bedarfserhebung bei Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I und II. An zwei Projektschulen wurden dazu Fokusgruppen gebildet. „Wir wollten aus erster Hand erfahren, welche Herausforderungen Jugendliche im Spannungsfeld zwischen Lebensbereichen im Kontext digitaler Medien erleben – und welche Unterstützung sie sich wünschen“, so Dr. Svenja Schumacher von der Universität Osnabrück. Die Auswertung der Fokusgruppen lieferte wertvolle Einblicke in konkrete Belastungen, aber auch in bereits vorhandene Strategien der Jugendlichen im Umgang mit digitalen Medien in verschiedenen Lebensbereichen.

Auf Basis dieser Ergebnisse ist DigiBound nun in die Konzeptionsphase des Trainings gestartet. In zwei universitären Lehrveranstaltungen an der Hochschule Aalen und der Universität Osnabrück entwickelten Studierende erste Mikromodule zu Boundary-Management-Strategien, also kleine Lerneinheiten zu konkreten Vorgehensweisen, mit denen Kinder und Jugendliche digitale Medien bewusst nutzen und Grenzen zwischen Lebensbereichen besser gestalten können. Diese Module greifen zentrale Themen aus der Bedarfserhebung auf und übersetzen sie in praxisnahe und altersgerechte Lernformate für den Schulkontext. Die enge Verzahnung von Forschung, Lehre und Praxis ist dabei ein zentrales Merkmal des Projekts.

Im April und Mai 2026 startet das Training an zwei Projektschulen. Gemeinsam mit Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften werden die Module im Unterricht erprobt und systematisch getestet. Das gesammelte Feedback bildet die Grundlage für eine anschließende Überarbeitung des Trainings, bevor es implementiert und abschließend evaluiert wird.

Darüber hinaus suchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktiv den Austausch mit Schulen und Bildungsakteurinnen und -akteuren. Ein erster Workshop wurde bereits im Rahmen einer schulinternen Lehrkräftefortbildung an einer der Projektschulen durchgeführt und stieß dort auf großes Interesse. Im Sommer beteiligt sich das Projekt außerdem an weiteren Veranstaltungen und Transferaktivitäten an Schulen. „Ziel ist es, das Thema weiter in die schulische Praxis zu tragen, neue Perspektiven aufzunehmen und zusätzliche Interessierte für das Projekt zu gewinnen“, meint Prof. Dr. Regina Kempen von der Hochschule Aalen.

Weitere Informationen zum Projekt unter: https://digi-ebf.de/digibound oder auf dem LinkedIn-Account (https://www.linkedin.com/company/107927061/)

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Lena Haasken, Universität Osnabrück

Arbeitsgruppe Didaktik der Informatik

E-Mail: lena.haasken@uni-osnabrueck.de

Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben / Schloss, 49076 Osnabrück
Tele.: +49 541 969 4516
E-Mail:  oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de
Weiteres Material zum Download

Dokument:  016_PM_Müller_Forpro~d_Februar_2026.docx
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