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Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD)

VUD verlangt Gleichbehandlung von Krankenhäusern
Offener Brief an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt

Berlin (ots)

Eine Gleichbehandlung der Krankenhäuser mit anderen
öffentlichen Unternehmen durch die Bundesregierung hat der Verband 
der Universitätsklinika Deutschlands e.V. (VUD) in einem offenen 
Brief an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt gefordert. 
Krankenhäuser, speziell die Uniklinika, stünden angesichts 
explodierender Energiepreise und rasant steigender Personalkosten 
(Tarifvertrag Ärzte) vor exakt den gleichen Problemen wie die Bahn. 
Während aber die Bahn den Kostenanstieg über höhere Bahnpreise an die
Kunden weitergeben könne, bleibe eine ähnliche und wirtschaftlich 
sinnvolle Maßnahme den Krankenhäusern verwehrt. Stattdessen sähen 
sich die Klinika gezwungen, Kostenschüben im Energiebereich und 
infolge von Tarifabschlüssen mit Personalkürzungen bei Ärzten und 
beim Pflegepersonal zu begegnen, heißt es in dem Brief an die 
Ministerin. Dies führe unweigerlich zu einer schlechteren Qualität 
der medizinischen Leistung.
"Es kann nicht angehen, dass die Bundesregierung mit zweierlei Maß
misst", begründete VUD-Generalsekretär Rüdiger Strehl am Freitag in 
Berlin das Schreiben an die Ministerin. Es sei dringend nötig, den 
Handlungsspielraum der Klinikleitungen zu vergrößern. "Änderungen des
Krankenhausfinanzierungsrechts mit einer Lockerung der Budgetierung 
und der Zulassung von Preiserhöhungen nach gravierenden Kostenschüben
sind überfällig", fordert VUD-Vorsitzender Jörg Rüdiger Siewert.
Hintergrund der Aktion sind Äußerungen des Bundesverkehrsministers
zu den für Dezember angekündigten Preiserhöhungen durch die Bahn. 
Wolfgang Tiefensee hatte diese  Maßnahme in einem Interview mit dem 
Hinweis auf die gestiegenen Energiepreise und 
Personalkostensteigerungen infolge von Tarifabschlüssen verteidigt 
und argumentiert, die Bahn müsse wirtschaftlich arbeiten. "Was für 
die Bahn gilt oder für Hersteller von Nahrungsmitteln, muss auch für 
Universitätsklinika gelten: Sie müssen in die Lage versetzt werden, 
wirtschaftlich sinnvoll zu handeln. Dies wird den Unternehmen 
"Krankenhaus" im Gegensatz zum Unternehmen "Bahn" von der 
Bundesregierung bisher verwehrt", heißt es in dem Brief.

Pressekontakt:

Taina Ebert-Rall
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Verband der Universitätsklinika Deutschlands e.V. (VUD)
Alt-Moabit 96
10559 Berlin
Tel.: +49 (0) 30 3940517-21
Fax: +49 (0) 30 3940517-17
Email: rall@uniklinika.de
Website: http://www.uniklinika.de

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