Weisser Ring e.V.

Aktuelle Diskussion zu sexuellem Missbrauch und Misshandlung
WEISSER RING fordert Harmonisierung der Verjährungsfristen

Mainz (ots) - Immer mehr Fälle von Opfern sexuellen Missbrauchs und von Misshandlung kommen ans Tageslicht. Immer mehr Menschen fassen den Mut öffentlich über an Ihnen von Vertrauenspersonen begangene Straftaten zu sprechen. Sie wollen aufzeigen, wie es Ihnen selbst ergangen ist und ihren Teil dazu beitragen weiteres Unheil zu verhindern.

Hierfür allein haben diese Menschen unser aller Dank verdient. Doch darf die nun öffentliche Diskussion nicht dazu führen, das jetzt nur über diese Menschen und nicht für sie gesprochen wird. Der WEISSE RING fordert jetzt nicht nur die Täter ins Visier zu nehmen, sondern auch Hilfe für die Opfer zu organisieren. Gerade wer sich erst lange Zeit nach der Tat damit auseinandersetzt und sich outet, braucht vielfach intensive Hilfe und Betreuung. Diese bietet die bundesweit vertretende Opferschutzvereinigung allen Betroffenen und ihren Familien im Rahmen ihrer Satzung an. Daran ändert auch eine Verjährung der Straftat nichts. Das Hilfsangebot gilt also auch für Opfer lange zurückliegender Taten.

Der WEISSE RING versteht sich nicht als Schiedsrichter der Politik, doch scheint eine Harmonisierung der Verjährungsfristen von Straf- und Zivilrecht einleuchtend. "Wir werden dieses Nachdenken über eine Verlängerung aktiv begleiten und ins Licht der aktuellen Fälle stellen, die es auszuwerten gilt", erklärte der Bundesvorsitzende der Opferschützer Professor Dr. Reinhard Böttcher. Für die Opfer steht im Vordergrund, dass eine Schuld auch von den verantwortlichen Trägern, anerkannt wird. "Wir begrüßen daher den vielseits geäußerten Willen zur Wiedergutmachung, auch finanzieller Art." Die Mitarbeiter des WEISSEN RINGS unterstützen auch bei Ansprüchen nach dem Opferentschädigungsgesetz. Hier sind auch bei sogenannten Altfällen bei weiter bestehenden Schäden Forderungen möglich.

Der WEISSE RING hat seit 1976 mit derzeit 420 Anlaufstellen ein bundesweites Hilfsnetz für Kriminalitätsopfer aufbauen können. Mehr als 3.000 ehrenamtlich tätige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen den Opfern und ihren Familien mit Rat und Tat zur Seite, leisten menschlichen Beistand und persönliche Betreuung, geben Hilfestellung im Umgang mit den Behörden und helfen den Geschädigten auf vielfältige Weise bei der Bewältigung der Tatfolgen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.weisser-ring.de .

Pressekontakt:

WEISSER RING
Gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und
zur Verhütung von Straftaten e. V.
Pressesprecher: Helmut K. Rüster
Weberstr. 16
55130 Mainz
E-Mail: presse@weisser-ring.de
Telefon: 06131/830338
Fax: 06131/830360

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