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Deutsche Marine - Pressemeldung/ Pressetermin: Kurs Kiel - Tender "Werra" zurück vom UNIFIL-Einsatz

Tender "Werra" beim Auslaufen im Hafenbecken von Limassol. Foto: Deutsche Marine.

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    Glücksburg (ots) -

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    Kiel - Am Freitag, 24. Juli um 10 Uhr, läuft der Tender "Werra" nach fast sechs Monaten in seinem Heimathafen Kiel ein. Als Teil des deutschen Marineeinsatzverbandes vor dem Libanon nahm das Versorgungsschiff zuvor an der UNIFIL-Mission ("United Nations Interim Force in Lebanon") teil. Am 11. Juli wurde der Tender vom 3. Minensuchgeschwader aus Kiel vom Schwesterschiff "Rhein" im Hafen von Limassol auf Zypern abgelöst. Der Kommandant, Korvettenkapitän Torsten Külpmann (34), zieht eine positive Bilanz: "Die zu versorgenden Boote waren zu jeder Zeit einsatzbereit. Das war auch unser Verdienst. Wir haben den Auftrag zu 100 Prozent erfüllt. Die Schulung der libanesischen Marine war eine anspruchsvolle und sehr interessante Aufgabe."

    Freundliches Beirut

    Külpmann habe vor allem der Libanon beeindruckt: "Ich habe Beirut als eine schöne und abwechslungsreiche Stadt erlebt. Seine freundlichen Bewohner haben es wahrlich verdient, in Frieden zu leben." Dennoch freue er sich nun wieder auf Kiel, denn: "Ich weiß, dass beim Einlaufen meine beiden Kinder (fünf Jahre und ein Jahr alt) und meine Traumfrau an der Pier auf mich warten."

    Treibstoff und Lebensmittel übergeben

    Bis zum Einlaufen wird der Tender mit seiner 57-köpfigen Besatzung, darunter drei Frauen, rund 14.300 Seemeilen (etwa 26.500 Kilometer) zurückgelegt haben.  In den vergangenen Monaten versorgte der Tender die teilnehmenden Schnellboote aus Deutschland und Griechenland unter anderem mit 1.556.000 Litern Diesel. Ferner mit 53.000 Litern Trinkwasser, das sind umgerechnet circa 265 volle Badewannen. Dazu kommen noch 5.400 Liter Milch, 21.600 Brötchen und 12.000 Eier. Außerdem 900 Kilogramm (kg) Käse, 1.800 kg Kartoffeln, 1.440 kg Salat und Gemüse, sowie 7.200 kg Obst. Neben der reinen Versorgungsaufgabe war auf der "Werra" auch die Führungsriege (Stab) des deutschen Einsatzverbandes untergebracht.

    Urlaub nach dem Einsatz

    Nach der Rückkehr vom UNIFIL-Einsatz steht erst einmal eine längere Pause an. "Nach unserer Rückkehr werden die Besatzungsmitglieder des Tenders für rund fünf Wochen in Urlaub gehen und die Zeit intensiv mit ihren Familien genießen", so Külpmann. Im Anschluss an die Urlaubsphase sind einige Manöver geplant, ehe die "Werra" planmäßig 2010 in eine längere Werftliegezeit gehen wird.

    Hintergründe zu UNIFIL

    Der Sicherheitsrat der UN hat in seiner am 11. August 2006 verabschiedeten Resolution 1701 und der vom 24. August 2007 verabschiedeten Resolution 1773 festgestellt, dass die Situation im Libanon eine Bedrohung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit darstellt und die dortigen Konfliktparteien zur vollständigen Einstellung der Feindseligkeiten aufgefordert. Der Sicherheitsrat hat mit der Resolution 1701 darüber hinaus die Erhöhung der UNIFIL-Truppenstärke auf bis zu 15.000 Soldaten genehmigt. Der Bundestag beschloss im vergangenen Jahr die Verlängerung des Libanon-Einsatzes der Bundeswehr um 15 Monate bis zum 15. Dezember 2009. Bedeutender Anteil des deutschen Auftrags ist es, die Lebanese Armed Forces Navy (LAF N) auszubilden, um das Fähigkeitsspektrum zur eigenständigen Seeraumüberwachung zu erweitern. Die bilaterale Deutsch-Libanesische Ausbildungs-Kooperation besteht seit Beginn des Einsatzes. Deutschland hat Radaranlagen im Libanon finanziert und ausgerüstet, um den Libanon in die Lage zu versetzen, souverän seine Küstenlinie zu überwachen. Die Bundesrepublik schenkte dem Libanon zudem drei Patrouillenboote. Seit Ende 2006 schult das deutsche Einsatzkontingent die Soldaten der LAF N mit theoretischen und praktischen Übungen. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Ausbildern beider Nationen schafft beste Voraussetzungen für den Einsatz. Gruppen libanesischer Marineoffiziere reisen regelmäßig nach Deutschland, um mit deutschen Ausbildern die Trainingsinhalte zu beraten.

    Italienischer Admiral führt

    Momentan wird der UN-Marineverband von dem italienischen Flottillenadmiral Ruggiero Di Biase geführt. Neben Deutschland stellen Italien, die Türkei, Griechenland und Indonesien Schiffe. Die deutschen Schnellboote "S73 Hermelin" und "S77 Dachs", sowie der Versorger "Rhein", werden von Fregattenkapitän Henning Faltin geführt.

    Technische Daten "Werra"

    Der Tender vom 3. Minensuchgeschwader gehört zur "Elbe-Klasse" (Typ 404) und ist in der Lage, Schiffe in See mit Diesel, Wasser, Verpflegung und Munition zu versorgen. Er hat Werkstätten und Ersatzteile an Bord. Auf dem Flugdeck können Hubschrauber landen. Länge: 100,5 Meter (m), Breite: 15,5 m, Tiefgang: 4,1 m, Antrieb: 2.452 KW (3.335 PS mit 15 Knoten), Bewaffnung: 27 mm-Geschütze und schwere Maschinengewehre

    Autor : Hauptbootsmann Thomas Lerdo, Fotos: Pressestelle Limassol/Tender "Werra"

    Hinweise für die Presse: Medienvertreter sind eingeladen, das Einlaufen Tender "Werra" am Freitag, 24. Juli zu begleiten.

    Treffpunkt: 9 Uhr an der Hauptwache Marinestützpunkt Kiel, Schwerinerstraße 17a, 24106 Kiel

    Ansprechpartner vor Ort: Hauptbootsmann Jörg Binsack (Mobil: 0171-3107984)

    Anmeldung: Erforderlich mit beiliegendem Anmeldeformular beim Presse- und Informationszentrum der Marine, Außenstelle Kiel Einsatzflottille 1 bis 23.07.2009, 16 Uhr.

Pressekontakt:
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Außenstelle Kiel
Hauptbootsmann Jörg Binsack
Tel.: 0431-384-1410
Fax: 0431-384-1412
E-Mail: pizmarine.astkiel@marine.de

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