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Deutsche Marine - Pressemitteilung: Jahresbilanz 2008 des Befehlshabers der Flotte

Deutsche Marine - Pressemitteilung: Jahresbilanz 2008 des Befehlshabers der Flotte
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Glücksburg (ots)

Glücksburg - Wenn in der kommenden Woche viele der Marinesoldaten 
in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub zu ihren Familien fahren, dann
liegt hinter ihnen ein intensives und forderndes Jahr 2008. Waren die
80 Schiffe und Boote der Deutschen Marine doch ins-gesamt 8.700 Tage 
im weltweiten Einsatz.
"Das abgelaufene Jahr ist für die Flotte insgesamt gut gelaufen. 
Dennoch gab und gibt es nicht unerhebliche Belastungen für die Männer
und Frauen. Es erfüllt mich daher mit Stolz und Freude, wenn ich 
sehe, mit welchem Engagement und Teamgeist die Soldaten fernab der 
Heimat ihren Dienst versehen", so der Befehlshaber der Flotte, 
Vizeadmiral Hans-Joachim Stricker. Man habe sehr wohl versucht, in 
den Jahreseinsatzplänen der Flotte für die Jahre 2008 und 2009 die 
Belastung auf breite Schultern zu verteilen. Dennoch gebe es 
Besatzungen, die über die angepeilte Obergrenze von 180 
Abwesenheitstagen gekommen seien.
Zu den herausragenden Aktivitäten der Flotte im Jahr 2008 gehörte 
weiterhin der Einsatz bei der Operation Enduring Freedom (OEF) am 
Horn von Afrika mit den Fregatten "Emden" und 
"Mecklenburg-Vorpommern" sowie erstmals der Teilnahme eines MPA - 
Überwachungsflugzeuges vom Typ P-3C Orion des Marinefliegergeschwader
3 aus Nordholz. Die Schnellboote "Dachs" und "Hermelin" sowie der 
Tender "Elbe" leisteten ihren Beitrag zur Seeraumüberwachung vor der 
Küste des Libanon im Rahmen des UNIFIL-Einsatzes. Im Mittelmeer 
beteiligten sich unter anderem die Fregatte "Lübeck" und das 
Unterseeboot U 23 an der Operation Active Endeavour (OAE). Zusammen 
mit den deutschen Marinesoldaten in den "Standing NATO Maritime 
Groups", der KFOR, EUFOR sowie ISAF waren somit zuletzt rund 900 
Männer und Frauen der Deutschen Marine in aktuellen 
Einsatzverpflichtungen. Damit lag und liegt der Anteil der kleinsten 
Teilstreitkraft der Bundeswehr an den deutschen Aus-landseinsätzen 
der Bundeswehr bei knapp 14 Prozent. Darüber hinaus spielte aber auch
die Ausbildung der Flotte eine gewichtige Rolle. So bildeten die 
Fregatten "Hamburg", "Köln" und der Einsatzgruppenversorger "Berlin" 
den Einsatz- und Ausbildungsverband 2008. Höhepunkt der knapp 
fünfmonatigen Reise war ein Flugkörper-Schießen in Zusammenarbeit mit
der Marine Südafrikas und den "Tornados" der deutschen Luftwaffe in 
südafrikanischen Gewässern. Dabei diente das Trossschiff "Westerwald"
als Munitionstransporter. An NORTHERN COASTS 2008, der größten 
Marineübung mit internationaler Beteiligung, nahmen Mitte Oktober in 
der Ostsee insgesamt 14 Schiffe, Boote und Flugzeuge der deutschen 
See- und Seeluftstreitkräfte teil.
Zusammen mit dem Bundesminister der Verteidigung, Dr. Franz Josef 
Jung, fliegt der Befehlshaber der Flotte in der kommenden Woche zu 
den Marinesoldaten nach Dschibuti an das Horn von Afrika. Dort wollen
Jung und Stricker die Fregatten "Karlsruhe" und 
"Mecklenburg-Vorpommern" besuchen, um sich über die aktuelle 
Situation vor Ort zu informieren. Der bevorstehende Einsatz gegen die
Piraterie im Rahmen der Operation "ATALANTA" spielt dabei eine 
außerordentlich wichtige Rolle. Deutschland und seine Wirtschaft sind
eng eingebunden in das Weltwirtschaftssystem. Deshalb besteht ein 
elementares Interesse an sicheren Seeverbindungswegen, um den freien 
Warenaustausch mit den internationalen Märkten zu gewährleisten.
"Wenn ich mir den Operationsplan der Europäischen Union ansehe, 
die sich militärisch mit Schiffen und Flugzeugen an diesem Einsatz 
beteiligen will, dann bin ich mir sicher, dass wir die Vorgaben auch 
erfüllen werden. Das ist zum Einen der Schutz des 
"World-Food-Programms" sowie der Schutz der Handelsschifffahrt vor 
Übergriffen afrikanischer Piraten", so Vizeadmiral Hans-Joachim 
Stricker abschließend.
Autor: Torsten Haase
Fotos: Ricarda Schönbrodt, Deutsche Marine
Zusatzinformation:
Das Interview mit Vizeadmiral Stricker ist als Audiodatei in einer 
seperaten Meldung verfügbar.

Pressekontakt:

Presse- und Informationszentrum Marine
Oberleutnant zur See Christopher Jacobs
Telefon: 04631-666-4412/4400
piz@marine.de

Original-Content von: Presse- und Informationszentrum Marine, übermittelt durch news aktuell

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