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eco - Verband der Internetwirtschaft e. V.

Deutsche Gesellschaft nur unzureichend auf Veränderungen des Internets vorbereitet

Köln (ots)

"Sylter Runde" fordert in einem Zehn-Punkte-Plan
Erhöhung der Medienkompetenz und eine bessere Aufbereitung der 
Inhalte im Netz/
Im Rahmen der 21. Sylter Runde haben führende deutsche 
Wissenschaftler und Experten aus der Industrie die Chancen und 
Risiken des Wandels vom rein informativen Charakter des Internets hin
zu einer weltweiten Aktions- und Kommunikationsplattform diskutiert. 
Resultat ist ein Zehn-Punkte-Plan, der konkrete Vorschläge und 
Forderungen an Politik und Wirtschaft bündelt, um auch in Zukunft 
eine sinnvolle Nutzung des Internets für alle sicher zu stellen und 
die Zweiklassengesellschaft im Netz zu verhindern. "Im Zeitalter von 
Google, Web 2.0 und Grid werden aus Informationsnutzern in vielen 
Fällen auch Wissensanbieter. Grundsätzlich ist die Entwicklung, dass 
sich auch die Anwender zum integralen Bestandteil moderner 
Informationsprozesse emanzipieren, zu begrüßen. Allerdings sind die 
aus dem inhaltlich getriebenen Paradigmenwechsel erwachsenden 
Zukunftsfragen weitgehend noch völlig unzureichend beantwortet", 
stellt Prof. Norbert Szyperski, "Vater" der 2003 ins Leben gerufenen 
Sylter Runde, fest.
Eine zentrale Forderung lautet deshalb, dass die Medienkompetenz 
über alle Schichten hinweg gefördert werden müsse, um moderne 
Informations- und Kommunikationstechniken effizient nutzen zu können.
Die Sylter Runde stellt in Zweifel, dass die momentan existierenden 
Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten ausreichen und appelliert in 
erster Linie an Schulen, Universitäten und andere Bildungsträger, das
hierfür notwendige Wissen zu vermitteln. Dringender Handlungsbedarf 
besteht laut Ansicht der Experten auch im Zusammenhang mit der 
Aufbereitung der Inhalte im Netz, "da ein nutzerfreundliches Design 
die Mediennutzung erhöht", so Harald A. Summa, Geschäftsführer des 
eco Verbandes der deutschen Internetwirtschaft, der gleichzeitig 
bemängelt, dass "ein Großteil der Informationen derzeit noch in 
unstrukturierten Texten vorliegt." Dabei komme es nicht nur auf die 
Aktualität, sondern in erster Linie auch auf die Qualität des zur 
Verfügung gestellten Wissens an. Eine Anregung lautet daher, 
entsprechende Instanzen für die Qualitätssicherung zu etablieren und 
die Rolle von Informationsvermittlern wie beispielsweise den Verlagen
wieder zu stärken. Daneben empfiehlt die Sylter Runde die Schaffung 
einer Marke "Made in Germany" für Informationsgüter, unter der 
deutsche Anbieter weltweit auftreten können. Auf dem Weg zum mobilen 
Internet sollte die Bundesrepublik ihre starke Position im Weltmarkt 
bei der Entwicklung von zukünftigen mobilen Anwendungen nutzen und 
mit der Einrichtung eines unabhängigen Forschungsinstitutes fördern.
Gewarnt wird in dem Zehn-Punkte-Plan vor der "Entdemokratisierung"
des Internets. "Wir beobachten einen schleichenden 
Konzentrationsprozess wie in den alten Industrien. Dieser Prozess 
sollte nicht völlig unkontrolliert ablaufen, da der wesentliche 
Rohstoff Wissen weiterhin der gesamten Gesellschaft ausreichend und 
möglichst günstig zur Verfügung stehen sollte", so Harald A. Summa. 
Die derzeitige Ausbreitung so genannter "Premiumnetze" in der 
2.0-Welt sei kritisch zu betrachten, um die Aufspaltung des Internets
in ein Web erster und zweiter Klasse zu verhindern. Ein weiteres 
aktuelles Problem sei das verstärkt in Social Networks und 
Online-Communities auftretende Sicherheitsrisiko, wo es aufgrund 
fehlender Schutzmechanismen und der allzu offenherzigen Art der 
Nutzer vermehrt zum Datenmissbrauch kommt. "Neben der Aufklärung der 
Verbraucher müssen hier Verfahren entwickelt werden, die dafür 
sorgen, dass der Nutzer nicht in allen Einzelheiten öffentlich 
preisgegeben wird. Dazu sollte beispielsweise die Kontaktaufnahme 
zwischen Personen auf einer anonymisierten Basis möglich werden", 
fordert der eco-Geschäftsführer.
Im Rahmen des heute in Köln stattfindenden 1. Cologne Web Content 
Forums diskutieren mehr als hundert Teilnehmer über die Perspektiven 
der Internet Content Industrie für die nächsten Jahre. Gastgeber ist 
der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft.
Weitere Informationen zur Sylter Runde: www.sylter-runde.de. Dort 
steht auch das vollständige Memorandum mit dem Zehn-Punkte-Plan zum 
Download bereit.
eco (www.eco.de) ist seit über zehn Jahren der Verband der 
Internetwirtschaft in Deutschland. Die mehr als 370 
Mitgliedsunternehmen beschäftigen über 250.000 Mitarbeiter und 
erwirtschaften einen Umsatz von ca. 45 Mrd Euro jährlich. Im 
eco-Verband sind die rund 230 Backbones des deutschen Internet 
vertreten. Verbandsziel ist es, die kommerzielle Nutzung des Internet
voranzutreiben, um die Position Deutschlands in der Internet-Ökonomie
und damit den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. Der 
eco-Verband versteht sich als Interessenvertretung der deutschen 
Internetwirtschaft gegenüber der Politik, in Gesetzgebungsverfahren 
und in internationalen Gremien.

Pressekontakt:

Weitere Informationen: eco Verband der deutschen Internetwirtschaft
e.V., Lichtstr. 43h, 50825 Köln, Tel.: 0221/700048-0, E-Mail:
info@eco.de, Web: www.eco.de

PR-Agentur: Team Andreas Dripke, Tel.: 0611/97315-0, E-Mail:
team@dripke.de

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