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"ttt - titel thesen temperamente" (NDR) am Sonntag, 14. Januar 2018, um 23:35 Uhr

München (ots) - geplante Themen:

Das Erbe von 1968 - Was ist von damals geblieben? Das Jahr 1968 - lange her. Heute, fünfzig Jahre später, Chiffre für Studentenrevolte und Polizeigewalt, gesellschaftlichen Aufbruch und den langen Marsch durch die Institutionen. Wie wirken die Kämpfe und Ideen bis heute fort, und wie hat die Revolte unser Land verändert? War das die linke Revolution, auf die jetzt eine konservative folgen muss? "ttt" spricht mit Alt-Achtundsechzigern Daniel Cohn-Bendit, Götz Aly und Michael Ruetz über das Erbe von 1968.

Ein Gesetz und seine Folgen - Wie das Netzdurchsetzungsgesetz Satire behindert Neues Jahr, neues Gesetz. Und das ist in aller Munde: Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz richtet sich gegen Hass und Hetze in den sozialen Medien. Nun müssen Facebook, Twitter und Co. offenkundig strafbare Inhalte innerhalb von 24 Stunden löschen, bei schwieriger zu entscheidenden Fällen haben sie sieben Tage Zeit. Bis zu 50 Millionen Euro Strafe drohen, wenn die Netzwerkbetreiber wiederholt und systematisch gegen das Gesetz verstoßen. Die Kritik an dem Gesetz ist groß: Es schränke die Meinungsfreiheit ein und private Unternehmen würden darüber entscheiden, was erlaubt ist und was nicht. Wo hört Meinung auf und fängt Hetze an? Aber auch: Was ist Satire und was nicht? Denn die trifft das Netzwerkdurchsetzungsgesetz auch. Im Löschwahn, dem sich die sozialen Medien seit dem 1. Januar scheinbar unterworfen haben, wird auch vieles versehentlich gelöscht. Ironische Posts: gelöscht. Satirisch gemeinte Tweets: gelöscht. So wurde kurzerhand von Twitter für einen gewissen Zeitraum der komplette Account der Satirezeitschrift "Titanic" gesperrt. Führt das Gesetz zur Zensur? Ist bald Schluss mit lustig im Netz? Müssen sich Humor, Ironie und Satire ein anderes Betätigungsfeld suchen und finden bald im Netz nicht mehr statt? "ttt" spricht mit dem Chefredakteur der "Titanic", mit dem Satiriker Shahak Shapira, Markus Beckedahl von netzpolitik.org und dem Staatssekretär Gerd Billen des Bundesjustizministeriums.

Eric Idle und sein neuster Roman - Wie ein Monty Python-Mitglied über Hollywood schreibt Vor fast 50 Jahren wurde sie gegründet und er war von Anbeginn dabei: 1969 rief Eric Idle die legendäre britische Komikertruppe Monty Python mit ins Leben. Er war derjenige, der das Lied "Always look on the bright side" verfasste, der unzählige Sketche schrieb und in ihnen mitspielte. Inzwischen lebt Idle in den USA, in Los Angeles und arbeitet als Drehbuchschreiber, Schauspieler und auch Autor. Am 11. Januar ist sein neuester Roman "The writer's cut. Ein Reality-Roman aus Hollywood" erschienen, ein satirisches Buch über Schein und Sein in Hollywood. Es handelt von einem Drehbuchautor namens Stanley, der ankündigt einen Roman zu schreiben mit vielen Sex-Szenen und vielen Promis. Das macht die Runde und alle wollen darin vorkommen. Denn wer nicht mit dabei ist, der zählt nichts in der Traumfabrik. Der Buchvertrag ist unterschrieben, die Filmrechte verkauft - ohne dass irgendwer auch nur eine Zeile gelesen hat. Nur das ist auch gar nicht möglich. Denn Stanley hat noch nicht eine Zeile geschrieben. "ttt" trifft Eric Idle in seinem Haus in Los Angeles und spricht mit ihm über Monty Python, Harvey Weinstein und die #metoo-Bewegung, Hollywood und Donald Trump.

Kampf für die Freiheit - Gary Oldman spielt Winston Churchill Ein alter Grantler, der viel zu viel trank und bei den eigenen Parteifreunden unbeliebt war. Es stand nicht gut um Churchill, als er 1940 von König George VI. zum Premierminister ernannt wurde. Vor allem aber war die außenpolitische Lage dramatisch: Das Deutsche Reich hatte im Zweiten Weltkrieg gerade Frankreich erobert, die britische Armee stand in Calais und Dünkirchen, es drohte ihre Zerstörung - und dann die Invasion der Deutschen in Großbritannien. Der Spielfilm "Die dunkelste Stunde" (Regie: Joe Wright) erzählt von Schicksalstagen eines Politikers, der von Kabinettsmitgliedern bedrängt wird, mit den Deutschen zu verhandeln, um das Leben der Soldaten zu retten. Aber Churchill will nicht vor Hitler einknicken und bis zum bitteren Ende für Sieg, Freiheit und Unabhängigkeit seines Landes kämpfen. Das ist großes Kino, nicht frei von Heldenverehrung, Pathos und Patriotismus, aber eine Glanzleistung von Hauptdarsteller Gary Oldman, der zu Recht Anfang Januar den Golden Globe bekommen hat.

Deutschlands intelligenteste Band - 25 Jahre Tocotronic Sie wollten "Teil einer Jugendbewegung" sein, waren "Im Zweifel für den Zweifel", denn "Pure Vernunft darf niemals siegen". Tocotronic gelten als eine der intelligentesten Bands Deutschlands. Zu Beginn ihrer Karriere standen sie für schrabbeligen Gitarrenrock, hintersinnige Liedzeilen und Trainingsjacken. Später überraschten sie mit Pop und manchmal sogar mit romantischen Texten. Tocotronic polarisierten oft, wurden als "verkopfte Diskursrocker" geächtet und verehrt. Sie füllen Konzertarenen und ganze Seiten im Feuilleton. Jetzt feiert die Band ihr 25-jähriges Jubiläum mit einem neuen Album: "Die Unendlichkeit" erscheint am 26. Januar, ab März gibt es eine große Tournee. "ttt" trifft die Musiker vorab im Probenraum in Berlin

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt

Moderation: Max Moor

Redaktion: Edith Beßling, Christine Gerberding, Niels Grevsen, Melanie Thun (NDR)

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Agnes Toellner, Presse und Information Das Erste,
Tel: 089/5900 23876, E-Mail: agnes.toellner@DasErste.de

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