ARD Das Erste

Das Erste: Weltspiegel - Auslandskorrespondenten berichten Am Sonntag, 23. Juli 2017, 19:30 Uhr vom WDR im Ersten

München (ots) - Moderation: Isabel Schayani

Geplante Themen:

Gaza: Humor als Waffe
Sie ist 19 Jahre alt und hat sich einen unmöglichen Job ausgesucht: 
Reham al-Kahout ist Comedian und bringt Menschen zum Lachen, wo es 
nicht viel zu lachen gibt. Lachen, das sei ihr Charakter, sagt die 
junge Frau. Doch als Comedian im Gazastreifen muss man nicht nur 
lustig sein, sondern auch sehr mutig. Selbst ihre eigene, in Gaza 
auch in den Reihen der Hamas, hoch angesehene Familie, hat sich von 
ihr distanziert: wegen ihrer Auftritte, und weil sie unverschleiert 
das Haus verlässt. Der Druck ist gewaltig, aber die Jurastudentin 
macht weiter.
Bericht: Susanne Glass/ARD Studio Tel Aviv

Eritrea: ,,Radfahren bedeutet Leben''
Eines der ärmsten Länder der Erde ist Eritrea. Was viele nicht 
wissen, das Land ist völlig radsportverrückt. Anders als die im 
Rampenlicht stehende Tour de France führt die Tour Eritrea durch 
teils verwaiste Gebiete,  weil ein Großteil der Menschen auf der 
Flucht ist. Die Radfahrer strampeln um ihre Zukunft, in der Hoffnung 
auf ein Engagement in Europa. Aus keinem Land Afrikas fliehen so 
viele Menschen wie aus Eritrea. 5000 Eritreer fliehen jeden Monat vor
Diktatur, Terror und Verfolgung. Radfahren ist schon seit den Zeiten 
als italienische Kolonie Eritreas Nationalsport. Für die Profifahrer,
die vom Regime oder von staatlichen Firmen bezahlt werden, kann es 
ein Ausweg in die Freiheit sein. Teilnehmer Meron Teshome bringt es 
auf den Punkt: ,,Radfahren bedeutet Leben in Eritrea."
Bericht: Marc Schlömer
 
Niederlande: Meine 92-jährige Mitbewohnerin 
"Sie inspiriert mich einfach, weil sie jeden Tag das Beste aus ihrem 
Leben macht", sagt der Student Sores Duman über seine 92-jährige 
Mitbewohnerin. Unter dem Begriff  "Grijze druk - Grauer Druck" steht 
das Thema der alternden Gesellschaft auch in den Niederlanden ganz 
oben auf der politischen Agenda. Gleichzeitig wird Wohnraum für junge
Leute immer teurer. Da hatte die Direktorin eines Seniorenheims in 
Deventer eine zündende Idee. Studenten können kostenlos im 
Seniorenheim wohnen, wenn sie monatlich 30 Stunden mit den alten 
Menschen verbringen. Eine Erfolgsgeschichte.  
Bericht: Norbert Lübbers
 
Kenia - Maismehl entscheidet die Wahl
Der selbst angebaute Mais und die heimische Produktion reichen nicht 
aus. Maismehl, ein Grundnahrungsmittel in Kenia, ist knapp, die 
Regale in den Geschäften sind leer. Wer überhaupt etwas kaufen kann, 
braucht viel Geld. Dürre, Insektenbefall und Missmanagement haben zur
Krise geführt. Jetzt haben zu viele Menschen nicht mehr genug zu 
essen. Den Kenianern wurde deshalb versprochen, ausreichend billiges 
Maismehl zu importieren, doch auch das passiert nicht. Maismehl ist 
nun das Wahlkampfthema Nummer eins für die Präsidentschaftswahl am 8.
August.
Bericht: Sabine Bohland/ARD Studio Nairobi 

Redaktion: Petra Schmitt-Wilting, Heribert Roth

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E-Mail: wdrpressedesk@wdr.de

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