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21.04.2011 – 13:39

ARD Das Erste

Das Erste: "Menschen bei Maischberger" am Dienstag, 26. April 2011, 23.45 Uhr im Ersten

München (ots)

Das Thema:
"Krebs: Der Feind aus dem Nichts?"

Lea Rosh (Journalistin)
Jimmy Hartwig (Ex-Fußball-Profi und Krebspatient)
Judith End (Autorin und Krebspatientin)
Dr. Konstanze Kuchenmeister (Ärztin und Krebspatientin)
Prof. Dr. Rita Schmutzler (Ärztin und Krebsforscherin)
Prof. Dr. Wolfgang-Ulrich Müller (Strahlenexperte)

Lea Rosh
Ende 2008 starb ihr Ehemann, der Architekt Jakob Schulze-Rohr, mit 
dem die Journalistin fast 40 Jahre verheiratet war, an den Folgen 
eines Krebsleidens. Die frühere TV-Moderatorin erkrankte selbst Ende 
der 90er Jahre an Brustkrebs, hielt dies aber vor der Öffentlichkeit 
geheim. "Heute würde ich damit offener umgehen", sagt Lea Rosh, die 
sich fragt, ob die Katastrophe von Tschernobyl die Krankheiten mit 
verursacht hat.

Jimmy Hartwig
Seit 20 Jahren lebt der Ex-Fußball-Profi mit der Krankheit: Dreimal 
erhielt er die Diagnose Krebs: Kurz nach seinem Karriereende 
erkrankte er 1990 an Prostatakrebs. Ein Jahr später folgte 
Hodenkrebs, 2007 ein Gehirntumor. Jimmy Hartwig bezeichnet den Krebs 
heute selbstbewusst als seinen Freund: "Wir haben ein Abkommen 
geschlossen: Ich tue dir nichts und du mir. Manchmal ist er stärker, 
aber meistens bin ich es."

Judith End
Die alleinerziehende Mutter ist 25 Jahre alt, als sie die Diagnose 
Brustkrebs bekommt. In ihrem bewegenden Buch "Sterben kommt nicht in 
Frage, Mama" berichtet Judith End, wie Operationen, Chemotherapie und
Bestrahlungen den Alltag mit ihrer vierjährigen Tochter erschüttern. 
Als die Lektorin nach über vier Jahren glaubt, die Krankheit im Griff
zu haben, wird ein Gebärmutterkrebs festgestellt: Kurz nach ihrem 30.
Geburtstag nimmt sie den Kampf gegen die Krankheit wieder auf: "Ich 
habe gelernt, mit der ständigen Angst zu leben."

Dr. Konstanze Kuchenmeister
Über Jahre behandelte die Gynäkologin auch Krebspatienten. Dann traf 
es sie selbst: Gebärmutterhalskrebs. Die Mutter von vier Kindern 
schöpfte nach Notoperation und Chemotherapie Hoffnung, doch es folgte
eine weitere, niederschmetternde Diagnose: Ein Gehirntumor, der 
umgehend entfernt werden musste. Konstanze Kuchenmeister rät ihren 
Patienten: "Hören Sie auf Ihren Körper, auch Ärzte können falsch 
liegen."

Prof. Dr. Rita Schmutzler
Die Medizinerin ist überzeugt: Ein gesunder Lebenswandel mit Sport 
und bewusster Ernährung trägt entscheidend dazu bei, 
Krebserkrankungen zu verhindern. "Wer z.B. auf Zigaretten verzichtet,
mindert das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, um 80 Prozent", sagt
die führende Krebsforscherin, die nach genetischen Ursachen für 
Brustkrebs fahndet: "Wenn man weiß, dass der Krebs erblich ist, dann 
ist die Gefahr der Erkrankung sehr hoch", sagt Prof. Dr. Rita 
Schmutzler (Universitätsklinik Köln).

Prof. Dr. Wolfgang-Ulrich Müller
Der Strahlenbiologe glaubt nicht, dass Menschen eher an Krebs 
erkranken, wenn sie unweit von Atomkraftwerken wohnen. Auch von 
Funkmasten und Mobiltelefonen gehe keine Gefahr aus: "Es gibt keinen 
Nachweis, dass Handys Krebs verursachen", sagt das Mitglied der 
Strahlenschutzkommission der Bundesregierung. Pilze und 
Wildschweinfleisch, vor allem in Bayern, seien seit dem Reaktorunfall
in Tschernobyl noch immer radioaktiv belastet. Doch dass diese 
Lebensmittel Krebs auslösten, sei sehr unwahrscheinlich.
 
"Menschen bei Maischberger" ist eine Gemeinschaftsproduktion der ARD,
hergestellt vom WDR in Zusammenarbeit mit der Vincent TV GmbH.
(Redaktion: Carsten Wiese) 

Pressekontakt:

POSITION Institut für Kommunikation, Ralf Ketterer
Tel.: 0221 / 931806 - 52,
Fax: 0221 / 33180 - 74

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