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ARD-DeutschlandTREND Dezember 2008 - 73 % der Deutschen beurteilen wirtschaftliche Lage deutlich schlechter - Mehrheit gegen staatliche Hilfen für die Autoindustrie

    Köln (ots) -

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    Deutsche beurteilen wirtschaftliche Lage deutlich schlechter Mehrheit gegen staatliche Hilfen für die Autoindustrie Mehrheit für umfassende Steuerreform statt kurzfristiger Steuersenkungen

    Vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise hat sich die Einschätzung der wirtschaftliche Lage in Deutschland bei den Bundesbürgern deutlich verschlechtert. 73 Prozent der Deutschen sind im aktuellen ARD-DeutschlandTrend der Meinung, die gegenwärtige wirtschaftliche Lage sei weniger gut oder schlecht. Dies sind 19 Punkte mehr im Vergleich zum Oktober dieses Jahres. Nur 26 Prozent halten die gegenwärtige wirtschaftliche Lage in Deutschland für gut oder sehr gut (-17). Für diese Umfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap am Montag und Dienstag dieser Woche 1.000 Bundesbürger telefonisch befragt. Fast drei Viertel der Deutschen (73 Prozent) sind der Ansicht, dass "der schlimmste Teil der Krise uns noch bevorsteht". Dies sind zehn Punkte mehr im Vergleich zum November. Die Hälfte der Deutschen (51 Prozent) sagt, "ich mache mir Sorgen um meine persönliche wirtschaftliche Zukunft". 42 Prozent der Deutschen sagen, "ich mache mir Sorgen um meine Ersparnisse". 59 Prozent der Deutschen fänden "es generell gut, wenn der Staat wieder stärker in die Wirtschaft eingreifen würde". Staatliche Hilfen für die deutsche Autoindustrie lehnt eine Mehrheit der Deutschen jedoch ab. Nur 36 Prozent sind dafür, dass "der Staat der deutschen Autoindustrie mit Bürgschaften unter die Arme greifen sollte". 60 Prozent der Deutschen sind dagegen. Vor die Wahl gestellt zwischen kurzfristigen Steuersenkungen oder einer umfassenden Steuerreform zu einem späteren Zeitpunkt, entscheidet sich eine Mehrheit der Deutschen für eine Steuerreform. 53 Prozent sind der Ansicht, es sollten "zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen einer umfassenden Reform die Steuern gesenkt und dabei die Haushaltssanierung weiter verfolgt werden". 43 Prozent sprechen sich hingegen dafür aus, "Anfang 2009 die Steuern zu senken, um damit dem Abschwung entgegen zu wirken".

    Befragungsdaten - Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren - Fallzahl: 1.000 Befragte - Erhebungszeitraum: 01. bis 02. Dezember 2008 - Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews (CATI) - Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe - Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte * bei einem Anteilswert von 5%; ** bei einem Anteilswert von 50%

Pressekontakt:
Annette Metzinger, WDR-Pressestelle, Telefon 0221/220-2770
Ingmar Cario, WDR-Chefredaktion, Telefon 0221/220-1800

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