Diakonie Katastrophenhilfe

Pakistan: Diakonie verstärkt trotz Wintereinbruch die Hilfe
Mitarbeiter kämpfen gegen Schnee und Erdrutsche

    Stuttgart (ots) -

    Angesichts der anhaltend schlechten Wetterverhältnisse in Pakistan ruft die Diakonie Katastrophenhilfe dringend zu Spenden für die Überlebenden des verheerenden Erdbebens auf. "Obwohl es wieder stark schneit, kommen wir mit der Verteilung der Hilfsgüter gut voran", erklärt Sema Genel, Leiterin des Diakonie-Katastrophenhilfe-Teams in Pakistan. "Allerdings müssen unsere Mitarbeiter täglich mehrstündige Fußmärsche zu den Betroffenen zurücklegen, da die Straßen zum Teil immer noch nicht befahrbar sind." Nach wie vor würden dringend warme Kleidung, Nahrungsmittel und Baumaterial für wetterfeste Unterkünfte benötigt, so Genel.

    Das größte Problem sind Erdrutsche, die täglich die freigeräumten Straßen wieder versperren. Um die Straßen besser von Schnee und Felsbrocken befreien zu können, wird schweres Gerät eingesetzt. Aber auch die Menschen der umliegenden Dörfer helfen mit Schaufeln und Hacken mit, die Zufahrtswege wieder befahrbar zu machen. Sie beteiligen sich aktiv am Transport von Nahrungsmitteln und Hilfsgütern in ihre Dörfer. Sema Genel: "Es ist unglaublich, mit welcher Entschlossenheit diese Menschen gegen die widrigen Bedingungen kämpfen. Von Fatalismus ist hier nichts zu spüren." In den Höhenlagen des Katastrophengebietes liegen inzwischen zum Teil über zwei Meter Schnee.

    In den nächsten Tagen werden die Mitarbeiter der Diakonie Katastrophenhilfe weitere 6000 Wellbleche südöstlich von Muzaffarabad in Hattian Tehsil an 600 Familien verteilen. In Salmiah, einem Dorf nahe der pakistanisch-indischen Grenze, baut die Diakonie Katastrophenhilfe ein Frauen-Center auf. Die Frauen können dort für ihre Familien Winterkleidung nähen. "Sie haben dadurch auch die Möglichkeit, sich miteinander auszutauschen. Sie arbeiten zusammen, teilen ihren Kummer und ihren Schmerz über verlorene Angehörige", so Sema Genel.

    In Hattian Bala in der Nähe von Muzaffarabad wurde ein Kindergarten eingerichtet. So haben Hunderte von Kindern, die zuvor bei teilweise bis zu minus 10 Grad ihre Tage im Freien verbringen mussten, jetzt eine Anlaufstelle. Geleitet wird der Kindergarten von Frauen aus der Dorfgemeinschaft.

    In Chikar haben die Mitarbeiter der Diakonie Katastrophenhilfe begonnen, die Wasserversorgung wiederaufzubauen. Ein Teil des Leitungsnetzes, das mit Wasser aus dem naheliegenden Armee-Camp gespeist wird, ist bereits repariert.

    Um die Überlebenden des Erdbebens in den nächsten Wochen und Monaten unterstützen zu können, bittet die Diakonie Katastrophenhilfe dringend um Spenden.

    Kennwort: "Pakistan Erdbeben"

    Spendenkonten:

    Diakonie Katastrophenhilfe:     Konto 502 707, Postbank Stuttgart,     BLZ 600 100 70 oder online         http://www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

    Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft     Karlsruhe, BLZ 660 205 00 oder online     http://spende.caritas-international.de

Pressekontakt:

Dominique Mann, 0711-2159-186

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