DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft

Zuckerfabrik in Afghanistan wird wieder nutzbar gemacht

    Köln (ots) -


    - DEG beteiligt sich aus Treuhandmitteln des Bundes mit 12,8        
        Prozent

    - KWS SAAT AG aus Niedersachsen ist Initiator

    Nach Jahrzehnten des Krieges hat in Afghanistan der staatliche und wirtschaftliche Wiederaufbau begonnen. Deutschland hat eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung des Landes übernommen. Daher begleitet die DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH im Auftrag der Bundesregierung die KWS SAAT AG aus Niedersachsen bei der Sanierung einer afghanischen Zuckerfabrik und beteiligt sich aus Treuhandmitteln des Bundes mit einem Anteil von 12,8 Prozent an der New Baghlan Sugar Company. "Mit unserer Beteiligung leisten wir einen zentralen Beitrag zur Realisierung eines Projektes, das Investitionen, Arbeitsplätze und wirtschaftliche Perspektiven in den ländlichen Raum Afghanistans bringt, wo sie dringend benötigt werden", sagte Dr. Winfried Polte, Sprecher der DEG-Geschäftsführung, anlässlich der Vertragsunterzeichnung in Köln. Die Entwicklungsorganisationen InWent und CIM sowie die FAO beteiligen sich ebenfalls in Form von Zuschüssen und technischer Assistenz.

    Initiator des Projektes ist die KWS SAAT AG in Einbeck, die bis Ausbruch des Krieges wichtigster Saatgutlieferant für die afghanische Zuckerindustrie war. In zweijähriger Vorarbeit ist es der KWS gelungen, private afghanische Investoren zu mobilisieren, die zusammen mit KWS und DEG die nötigen Finanzmittel aufbringen. Die afghanische Regierung bringt die vorhandenen Grundstücke und Anlagen ein. Die Investitionskosten für die Sanierung der Zuckerfabrik in Baghlan, die bis 1991 teilweise arbeitete, und die Wiedereinführung des Zuckerrübenanbaus in der Region werden ca. 17,3 Mio. Euro betragen. Danach soll die Fabrik rund 14.000 Tonnen Weißzucker pro Jahr produzieren. Durch die Verarbeitung lokaler Zuckerrüben wird die Fabrik ca. 3.000 Bauernfamilien als Zulieferer einbinden und ihnen damit eine nachhaltige Einkommensgrundlage geben. Einschließlich der Angehörigen werden über 15.000 Personen direkt von dem Projekt profitieren.

    Afghanistan ist ein Schwerpunktland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Deutschland unterstützt das Ziel der internationalen Gemeinschaft, das Land durch wirtschaftlichen Wiederaufbau zu stabilisieren. Die Förderung der Landwirtschaft, von der etwa zwei Drittel der Erwerbstätigen leben, spielt dabei eine Schlüsselrolle. Die wieder nutzbare Zuckerfabrik wird daher einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau nachhaltiger Wirtschaftsstrukturen leisten, ein Signal für Investitionen in Afghanistan setzen und friedenssichernde Maßnahmen flankieren.

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