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31.01.2003 – 14:24

Commerzbank Aktiengesellschaft

Börsen-Bericht
Erholung nach neuen Tiefstständen

    Frankfurt am Main    Frankfurt am Main (ots)

Unverändert steht die Entwicklung an den
internationalen Aktienmärkten ganz im Zeichen des Irak-Konflikts. Die
mit Spannung erwarteten Reden des UN-Waffeninspekteurs Hans Blix und
des US-Präsidenten brachten letztlich nicht viel Neues, so dass die
Unsicherheit über den Fortgang des Konflikts bleibt. Anhaltende
Verkäufe vor allem an den Terminmärkten haben viele Indizes bis nahe
an ihre Tiefststände vom Oktober vergangenen Jahres geführt. Im
weiteren Verlauf kam es dann bei einer stark überverkauften Situation
zu einer technischen Gegenbewegung. Begünstigt wurde diese
Entwicklung durch einige ermutigende Konjunkturnachrichten. So konnte
sich der Ifo-Geschäftsklimaindex erstmals nach fünf Monaten leicht
erholen. Das Verbrauchervertrauen in den USA war im Januar zwar
weiter rückläufig, aber nicht so stark, wie von Analysten befürchtet.
Eine hohe Dynamik weist dagegen der amerikanische Immobilienmarkt
auf. Schließlich haben mehrere US-Unternehmen über den Erwartungen
liegende Quartalsergebnisse veröffentlicht und auch in Europa scheint
sich das Bild aufzuhellen. Unternehmen wie Schering, DaimlerChrysler
und Adidas warteten sogar mit zum Teil kräftigen Dividendenerhöhungen
auf. Viel beachtet wurden auch die Zahlen von SAP; das Unternehmen
berichtete über starke Ergebniszahlen und den Erwartungen
entsprechende Umsatzzahlen für 2002. Positiv wurde die konkrete
Ergebnisprognose für 2003 aufgenommen.
    
    Diese Beispiele zeigen, dass die Märkte unter fundamentalen
Aspekten eindeutig unterbewertet sind. Dennoch werden sie wegen des
Irak-Konflikts anfällig bleiben. Erneute Rückschläge sind
einzukalkulieren. Andererseits würde die Aussicht auf eine friedliche
Lösung sehr schnell zu einem kräftigen Kursanstieg führen. Angesichts
der hohen Volatilität bieten sich flexiblen Anlegern immer wieder
günstige Einstiegschancen, etwa bei der Deutschen Telekom oder
Siemens.
    
    Wiederum spiegelbildlich zu den Aktienmärkten entwickelten sich
die europäischen Rentenmärkte. Volkswirtschaftliche Daten bewegten
die Kurse von Anleihen kaum. Auch der Euro profitiert weiter von dem
Kriegsszenario und stieg vorübergehend bis auf 1,09 Dollar. Die
Anlage im 3- bis 5-jährigen Anleihebereich hält die Commerzbank trotz
des aktuell sehr niedrigen Zinsniveaus weiterhin am
erfolgversprechendsten. Höhere Renditen wird der Anleger erst wieder
nach einer Lösung der Irak-Frage erzielen können.
    
    Diese Ausarbeitung richtet sich ausschließlich an Personen mit
Wohnsitz in Deutschland. Sie dient ausschließlich Informationszwecken
und stellt weder eine individuelle Anlageempfehlung noch ein Angebot
zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen
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    Copyright 2002; Herausgeber: Commerzbank Aktiengesellschaft,
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