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Kölner Stadt-Anzeiger: Unicef-Interimsvorsitzender beklagt "pauschale und ungerechtfertigte Verurteilung" Schlagintweit: Die Arbeit aller großen Hilfswerke besser erklären Bereitschaft zum Führungswechsel signalisiert

Köln (ots)

Köln - Der Unicef-Interimsvorsitzende Reinhard
Schlagintweit
hat eine "pauschale und ungerechtfertigte Verurteilung" seiner 
Organisation in den vergangenen Wochen beklagt. Im "Kölner 
Stadt-Anzeiger" (Montag-Ausgabe) räumte Schlagintweit "berechtigte 
Kritik an einzelnen Fehlern" ein. Unicef habe aber daraus gelernt, 
betonte Schlagintweit. "Alle Strukturen und Geschäftsabläufe werden 
überprüft und wo nötig geändert". Er lehnte die in der Öffentlichkeit
erhobene Forderung nach einem geschlossenen
Rücktritt des Vorstands im Zuge der Debatte über das Finanzgebaren 
des Kinderhilfswerks ab, die zur Demission der Unicef-Vorsitzenden 
Heide Simonis und des Geschäftsführer Dietrich Garlichs geführt 
hatte. "Wir tragen jetzt die Verantwortung für die Organisation, die 
ehrenamtlichen und die hauptamtlichen Mitarbeiter. Da wirft man nicht
einfach hin. Das ist eine Frage des Pflichtgefühls." Der 79 Jahre 
alte erklärte Interimsvorsitzende machte aber auch deutlich, dass es 
"die Bereitschaft gibt, neuen Leuten das Feld zu überlassen". Ein 
Personalwechsel könnte auf einer Mitgliederversammlung des "Deutschen
Komitees für Unicef"
beschlossen werden, die für Anfang April einberufen worden ist.
Weiter plädierte Schlagintweit für eine öffentliche Debatte über 
professionelle Spendenwerbung. "Dies müssen alle Hilfswerke viel 
besser erklären." Ohne Unicef seien "unverzichtbare Hilfsprojekte" 
für Kinder gefährdet. Die Gemeinnützigkeit von Unicef und damit die 
steuerliche Abzugsfähigkeit von Spenden sieht Schlagintweit 
"überhaupt nicht" bedroht.

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Kölner Stadt-Anzeiger
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Telefon: +49 (0221)224 2444
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