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Rhein-Neckar-Zeitung

RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Brüssel

Heidelberg (ots)

Der Brüsseler Gipfel kreißte  und gebar,
gemessen an der derzeitigen Zahlen-Megalomanie, ein 
konjunkturpolitisches Mäuschen. Wohl wissend, dass er damit die 
Amerikaner auf dem Londoner G 20-Gipfel bestenfalls zum Grinsen 
reizen kann. Aber 400 Milliarden sind  schon in der europäischen 
Pipeline. Und  das Motto: Viel hilft viel, das derzeit im 
Ursprungsland der Finanzkrise Triumphe feiert, ist falsch. Schnell 
hilft viel. Und zudem sind die Verhältnisse nicht vergleichbar. Die 
USA hat so gut wie keine  sozialen Netze, die jetzt die Krise 
abfedern. Die aber auch die nationalen Haushalte belasten. Und die 
Verdoppelung der Kreditlinie für notleidende Osteuropäer, auch kein 
Klacks für die europäische Kasse, lässt ahnen,  dass in der 
Gemeinschaft demnächst handfest Solidarität eingefordert werden 
könnte. Das für alle gültige Patentrezept gibt es nicht. Wer so tut, 
weckt den Verdacht, dass er schon wieder seine Vorstellung vom 
Funktionieren der Finanzmärkte zum Maßstab machen möchte. Das wird 
das eigentliche  Thema in London und die erste Nagelprobe auf die 
neue amerikanische Lernfähigkeit werden.

Pressekontakt:

Rhein-Neckar-Zeitung
Manfred Fritz
Telefon: +49 (06221) 519-0

Original-Content von: Rhein-Neckar-Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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