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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Rücktritt des Landrates des Kreises Hameln-Pyrmont

Bielefeld (ots)

Politiker und Funktionäre müssen sich in Deutschland viel gefallen lassen. In Zeiten des Internets noch mehr als früher. Tjark Bartels, der Landrat von Hameln-Pyrmont, weiß das aus eigener Erfahrung. Der SPD-Politiker, dessen Behörde im Missbrauchsfall Lügde nachweislich versagte, wurde über lange Zeit im Netz beschimpft. Jetzt hat der an Burn-Out erkrankte Bartels den Schlussstrich gezogen. Er kündigte seinen Rücktritt an.

Ähnliche Erfahrungen mit Hass im Netz haben mittlerweile viele Politiker und Funktionäre gemacht. In Facebook-Postings, Kommentaren auf Internetseiten oder E-Mails wird der Schmutzkübel ausgeschüttet. Einfach und anonym abgesetzt, zeigt der dumpfe Hass bei den Empfängern schnell Wirkung - und führt wie bei Tjark Bartels sogar zu einer schweren Erkrankung.

Forderungen nach mehr Anstand im Netz reichen nicht aus, um die Hasser zu beeindrucken. Auf die digitale Verrohung muss stark reagiert werden - mit den Mitteln der Justiz. Das Strafgesetzbuch sieht für Beleidigung, üble Nachrede oder Verleumdung im härtesten Fall sogar Freiheitsstrafen vor. Die Gesetze sind da. Jetzt müssen sie angewendet werden.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
CVD Andreas Kolesch
Telefon: 0521 585-261
a_kolesch@westfalen-blatt.de

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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