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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Gauselmann

Bielefeld (ots) - Irgendwann ist es Paul Gauselmann (81) herausgerutscht: In der Unternehmensführung bleibe alles beim Alten. »Im wahrsten Sinn des Wortes«, entfuhr es einem der Söhne. Da musste auch der Patriarch herzhaft lachen. Das eigentlich Neue an diesem Freitag betraf jedoch die Eigentümerstruktur, nicht die Unternehmensführung. Hier hat die Familie Gauselmann klar Schiff gemacht. Stiftungen stehen ein bisschen im Ruf, dass damit vor allem Steuern gespart werden sollen. Aus Mitarbeitersicht ist jedoch genau das zu wünschen. Denn hohe Steuern, eventuell sogar verbunden mit einer Aufteilung des Konzerns unter den Erben, haben schon manches Familienunternehmen an den Rand des Ruins gebracht. Leidtragende sind vor allem die Beschäftigten und ihre Angehörigen. Paul Gauselmann hat sein Geschäft mit Glücksspiel gemacht, aber er überlässt nichts dem Glück. Noch steht ein schwieriges Kapitel des Generationswechsels erst bevor: der Rückzug des Gründers vom Vorstandsvorsitz. Der Teil ist nicht minder gefährlich. Auch wenn kein Streit zu befürchten ist: Die Partner - Kunden, Lieferanten, Banken - müssen davon überzeugt werden, dass der Konzern es auch ohne den Gründer, Korrektor und großen Inspirator kann.

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