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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Griechenland

Bielefeld (ots) - Jassas, Alexis Tsipras. Hallo. Kalos Orissate. Willkommen. Sie haben sich mit ihrem Besuch in Deutschland Zeit gelassen. Die Kanzlerin und ihr Finanzminister hätten Sie und Ihre Kabinettskollegen gerne eher begrüßt. Vielleicht wäre so das eine oder andere verbale Scharmützel der vergangenen Wochen vermieden worden. Auf jeden Fall hätte es für einen, dessen Staatskasse leer ist und der Unterstützung braucht, einen besseren Eindruck gemacht, wenn er nicht auf den letzten Drücker anreist. Mag sein, geehrter Herr Tsipras, dass Sie die mitgebrachte Sparliste als Gastgeschenk betrachten. Immerhin zeigt sie, dass Griechenland doch noch reformfähig ist. Der Mix aus Steuererhöhungen, Verschiebung des Rentenalters, Privatisierung von Staatsunternehmen und dem Eintreiben von Steuerschulden ist der richtige Weg. Aber ein Geschenk ist er nicht, einfach nur vernünftige Politik. Auf der Grundlage kann man aber sogar über die Reparationsforderung sprechen. Vermutlich wird die Verlängerung der Griechenland-Hilfen beschlossen - in Brüssel, nicht in Berlin. Die Märkte sind sich schon sicher. Der Euro steigt.

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