Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Rente

Bielefeld (ots) - Kein Gesetz ist perfekt. Und jede theoretische Regelung enthält Schlupflöcher in der Praxis. Auch dass die Interessenverbände wie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ihre Mitglieder explizit auf legale Tricksereien hinweisen, ist ein normaler Vorgang. Doch dass beim Rentenpaket kurz vor Inkrafttreten eine Gesetzeslücke auffällt, ist besonders ärgerlich. Denn das größte, in aller Eile durchgezogene Projekt der Großen Koalition ist und bleibt wegen seiner enormen langfristigen Kosten umstritten. Es stellt sich die Frage: Ist das neue Rentengesetz handwerklich schlecht gemacht, oder ist das Schlupfloch sogar gewollt? Aus Berlin heißt es, dass der CDU-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder am Freitag ziemlich nervös auf den Hinweis reagiert haben soll, dass aus der Rente mit 63 in Einzelfällen eben doch eine Rente mit 61 werden könne. Es bleibt dabei: Der Preis, den die Union für ihre Mütterrente zahlen muss, ist zu hoch.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: