Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum G7-Gipfel in Brüssel

Bielefeld (ots) - Ein G7-Gipfel wie dieser wird nicht mehr gebraucht. Auch wenn es richtig war, das zunächst geplante Treffen in Sotschi abzusagen und damit ein Symbol gegen die Intervention auf der Krim zu setzen - am Ende hat sich eben doch gezeigt, dass die Staats- und Regierungschefs der großen Sieben heute nur noch wenig erreichen können, wenn sie unter sich bleiben. Dass man sich mit Blick auf das G20-Treffen in Australien abstimmen wolle, erscheint als zu wenig für derart hochkarätige Zusammenkünfte. Tatsächlich sind alle sieben von anderen abhängig. Von Russland, China, Indien und lateinamerikanischen Schwellenländern. Der G20-Kreis löst die G7 ab. Deshalb konnte Wladimir Putin gelassen auf die Ausladung des Westens reagieren. Der Kreml-Chef weiß aber, dass er liefern muss. Europa, Kanada und die USA werden sich nicht leicht tun, die Rache für Sanktionen zu schultern. Aber auch die russische Wirtschaft würde getroffen. Wenn man in Moskau die Auflagen der G7 für eine Normalisierung richtig liest, wird man verstehen, dass es leicht ist, diese zu erfüllen. Und Schaden vom eigenen Land fernzuhalten.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: