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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum G7-Gipfel

Bielefeld (ots) - Dieser erste Gipfelabend findet in einer seltsamen Atmosphäre statt. Aus den offiziellen Stellungnahmen des Westens sind die scharfen Töne gegenüber Russland erkennbar verschwunden. Und selbst hinter vorgehaltener Hand wollen Diplomaten nicht ausschließen, dass es in den kommenden Tagen Bewegung geben könnte. Die Augen richten sich ins französische Ouistreham, wo man schon am Freitag auf Wladimir Putin trifft. Und vielleicht doch mit ihm spricht?

Der Westen droht zwar weiter mit Wirtschaftssanktionen, würde aber nichts lieber tun, als diese auf die lange Bank zu schieben. Zu groß ist die Gefahr, dass weite Teile der EU von den Gegenmaßnahmen Moskaus hart getroffen würden. Bis zu 20 Prozent höhere Energiepreise drohen, das würde die gerade behutsam anspringende Konjunktur zurückwerfen.

In dieser Situation erscheint es nur vernünftig, den Dialog mit Putin in den Vordergrund zu stellen, das heißt, ihm Brücken zu bauen, wie er mit einer neuen Ukraine leben kann. Auch wenn dieses Land sich nun an die EU anlehnt.

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