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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Beratungsgebühren im Einzelhandel

Bielefeld (ots) - Sie selbst halten sich für besonders schlau. Sie informieren sich im Internet. Und was sie nicht auf Anhieb verstehen und richtig einschätzen können, lassen sie sich vom Fachhändler erklären. Gekauft wird dann doch wieder im Internet. Schließlich genügt dort ein einfacher Klick, um den niedrigsten Preis ausfindig zu machen. Sie halten sich aber gleichzeitig oft auch für besonders sozial. Natürlich sind sie für einen möglichst hohen Mindestlohn. Sie protestieren lautstark gegen die schlechten Arbeitsbedingungen in den Auslieferungslagern von Amazon und Zalando. Und gegen die Ausbeutung der Paketdienst-Fahrer. Und wenn der kleine Fachhändler um die Ecke seinen Laden schließt, zeigen sie sogar einen Anflug von Mitgefühl. Nur eines verstehen sie offenbar nicht: Dass das Aus für immer mehr Händler mit ihrem Verhalten zu tun hat. Dass Geschäfte, Kaufhäuser und ganze Innenstädte sterben, wenn die Kunden ausbleiben. Die Grundversorgung ist nicht in Gefahr - aber ein Stück unseres bisherigen Lebens und unserer Kultur. Ein Ausweg ist schwer zu finden. Es gibt einfach zu viele »schlaue« Verbraucher.

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