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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Rundfunkabgabe

Bielefeld (ots) - Anderthalb Stunden, so lange, wie ein Fernsehfilm dauert, kann künftig der Bürger mit dem Staubsauger durch die Wohnung fuhrwerken - dann hat er 48 Cent verbraucht. Jene 48 Cent, die ihm die Ministerpräsidenten zum 1. Januar 2015 erlassen. In deutschen Wohnzimmern brechen harte Zeiten für Hausstaubmilben an. Großartig. Bei näherer Betrachtung allerdings verliert der Beschluss zur ersten Senkung der Rundfunkabgabe seit der Erschaffung des Menschen viel von seiner Strahlkraft. Die Behauptung, ARD und ZDF könnten jetzt, weil ihnen immer noch 17,50 Euro pro Haushalt verbleiben, die Werbung zurückfahren, ist ein Märchen für die Doofen. Könnten die Sender auf diese Milliardeneinnahmen verzichten, hätten sie stattdessen auch gleich die Rundfunkabgabe auf null herunterfahren können. Nein, viel besser wäre es gewesen, die Konferenz hätte sich in Berlin selbstverpflichtet, die 48 Cent weiter zu kassieren, sie aber - überprüfbar - in die Verbesserung des Programms zu stecken. Dann müsste der Bürger, während der öffentlich-rechtliche Spielfilm läuft, nicht mehr staubsaugen gehen.

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