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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Glaeseker-Prozess

Bielefeld (ots) - Olaf Glaeseker ist mit einem blauen Auge davon gekommen. Die Staatsanwaltschaft hat im Prozess um mögliche Bestechung wie bereits in der Causa Wulff mal wieder eine Niederlage einstecken müssen. Doch diesmal schaltete sie nicht auf stur, sondern lenkte ein. Damit hat sie zumindest vordergründig den Schein gewahrt. Zur Last gelegt wurden dem Ex-Sprecher des Bundespräsidenten Vorteile im Wert von 12 000 Euro. Mit 25 000 Euro zahlt er nun eine viel höhere Summe. Hinzu kommen Anwaltskosten in ungeahnter Höhe. Außerdem ist Glaeseker, dem nur eine geringe Schuld nachgewiesen werden konnte, seit 2011 arbeitslos. Keine Frage: Die Rolle Glaesekers in einem Geflecht aus Freundschaften und Gefälligkeiten musste verhandelt werden. Doch schon die Frage nach einer konkreten pflichtwidrigen Diensthandlung brachte die Staatsanwaltschaft in Bedrängnis. Einen Beleg für korrupte Handlungen gab es am Ende nicht. Am wenigsten zufrieden kann die Öffentlichkeit sein. Denn wir hätten gerne gewusst, ob die Riesenwelle der Empörung Substanz hatte oder nicht.

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