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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Sterbehilfe

Bielefeld (ots) - Die deutsche Ärzteschaft hat es geschafft, ihr hohes Berufsethos an den medizinischen Alltag anzupassen. Sie formuliert eine Art Kompromisslinie zur Sterbehilfe in Ausnahmesituationen. Streng logisch gibt es bei der Frage nach Leben und Tod kein Durchmogeln - und doch geschieht genau das in der Praxis immer wieder. Wer das Problem grundsätzlich lösen will, kann nur scheitern. Zum einen gibt es den hohen und unerschütterlichen Grundsatz, dass Ärzte Heiler sind und nichts anderes. Das ist gut so und muss so bleiben. Zum andern gibt es die ganz individuelle Situation, in der Menschen an der Schwelle zum Tod stehen. In 99 Prozent der Fälle gelingt es den Ärzten, unerträgliches Leiden einzudämmen - in einigen wenigen Fällen aber nicht. An dieser Stelle wurden jetzt Grundfesten aufgeweicht. De facto wird aber nur nachvollzogen, was in der Berufspraxis durchaus vorkommt - das Zulassen oder Umsetzen eines verzweifelten Sterbewunsches im stillschweigenden Einvernehmen allein zwischen dem Arzt und seinem todkranken Patienten.

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