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Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Ägypten:

Bielefeld (ots) - In Ägypten ist noch nichts entschieden. Das wichtigste arabische Land am Mittelmeer schwankt. Mit jedem weiteren Tag der Unruhen wird deutlich, dass die alte Macht noch lange nicht durch eine neue abgelöst ist. Das Militär schaut gottlob nicht länger einfach nur zu. In den ersten Tagen hatte sich die Armee auf die Rolle des Beobachters beschränkt und dafür weltweit Anerkennung gefunden. Jetzt sind die Soldaten gezwungen einzugreifen. Angesichts offenbar gut organisierter Schlägertrupps stellen sie sich nicht nur zwischen die Fronten, sondern greifen einzelne Aufrührer heraus, die gewalttätig werden. Damit stehen sie - wie von selbst - auf Seiten des Volkes. Aber das ist nur ein Teil des Geschehens. Angriffe auf TV-Teams und Fotografen zeigen, dass alte Mechanismen zur Behinderung freier Information noch intakt sind. Inzwischen wird es immer gefährlicher zu recherchieren, was außerhalb eines zunehmend eingeschränkten Sichtfeldes der Berichterstatter wirklich geschieht.

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