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Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt zum Thema Hochtief:

Bielefeld (ots) - Die Sorge der Hochtief-Beschäftigten, sie könnten nach der Übernahme durch den spanischen Konkurrenten ACS ihren Arbeitsplatz verlieren, ist verständlich. Ob ihre Jobs aber tatsächlich in Gefahr sind, ist keineswegs ausgemacht. Denn die Spanier gelten nicht als schwarzer Ritter, der eine feindliche Übernahme plant, um anschließend unrentable Geschäftsteile zu schließen. Nein, hier greift ein Unternehmen nach der Mehrheit, das bereits heute knapp 30 Prozent an Hochtief hält und auch die Baukrise in Spanien gut überstanden hat. Der sich abzeichnende Widerstand gegen einen Großaktionär aber dürfte Zeit und Geld kosten. Es ist zu befürchten, dass das operative Geschäft unter diesem Machtkampf in den Konzernzentralen von Essen und Madrid leidet, was wiederum zu Lasten der Rendite gehen könnte. Dies dürfte weder den Aktionären noch dem Management und den Beschäftigten gefallen. Schließlich sichert der Gewinn ihre Stellen. Alle Seiten müssen in diesem Konflikt Augenmaß beweisen. Eine dauerhafte Fehde mit einem Großaktionär kann sich Hochtief angesichts des harten Wettbewerbes nicht leisten.

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