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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur IG Metall

    Bielefeld (ots) - Berthold Huber bietet freiwillig eine Nullrunde an. Fast scheint es, als hätte der Chef der mächtigen IG Metall Kreide gegessen. Dabei beweist Huber nur ein gutes Maß Realitätssinn. Nicht Kreide, sondern der Rotstift bestimmt aktuell seine Strategie. Wie soll er in einer Branche einen Streik organisieren, in der seit Monaten die Auftragsbücher leer sind? Diese Frage treibt jeden IG-Metaller um. Am Ende würde die Arbeitnehmervertretung noch das staatliche Kurzarbeitergeld durch Hilfen aus der Streikkasse ersetzen. Sehr erstrebenswert ist das nicht. Also holt Huber lieber das Thema Arbeitsplatzsicherheit aus dem Zauberhut. Damit hat die Gewerkschaft vor ein paar Jahren schon einmal den Tarifpartner gequält. Huber weiß sehr wohl, dass Martin Kannegiesser auf das Angebot Nullrunde gegen Jobsicherheit nur schwer eingehen kann - selbst wenn er es persönlich vielleicht gerne täte. Doch wie soll er seine Kollegen auf eine solche Abmachung verpflichten? Die Unternehmer werden sich weigern. Im Zweifel ist es sogar besser, dass ein Betrieb die Belegschaft reduziert, um so solvent zu bleiben und wenigstens einen Teil der Arbeitsplätze zu retten.

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