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Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) kommentiert:

    Bielefeld (ots) - Gesundheit und Glück: Das ist es, was sich alle Eltern dieser Welt für ihre Kinder wünschen. Dem ersten Wunsch lässt sich mit Hilfe neuer medizinischer Verfahren auf die Sprünge helfen. So, wie es die Eltern des kleinen Mädchens getan haben, das jetzt mit einem deutlich verminderten Burstkrebsrisiko zur Welt gekommen ist. Und nur deshalb überhaupt zum Menschen werden durfte. Anders als seine sechs Geschwister-Embryonen, bei denen die Genmediziner ein Brustkrebsrisiko von 50 bis 85 Prozent sahen. Leben oder Tod: Diese Entscheidung, die früher - je nach persönlicher Überzeugung - der Natur, dem Schicksal oder dem lieben Gott überlassen wurde, fällt immer häufiger der Mensch selbst. Doch nach welchen Maßstäben? Ein erhöhtes Krebsrisiko, das lehrt der aktuelle Fall aus Großbritannien, kann ein Todesurteil sein. So, wie es bislang schon die Diagnose Down-Syndrom oder Mukoviszidose sein kann. Was aber ist mit Diabetes? Mit Sehschwäche? Sollen Eltern das Geschlecht ihrer Kinder wählen dürfen? Die Augenfarbe gar? Ein Baby wie aus dem Bestellkatalog - welch ein grausiger Gedanke! Vor allem aber: Wären solche »Designermenschen« wirklich glücklicher? Oder wäre es nicht vielmehr eine schier erdrückende Lebensbürde zu wissen, dass man auserwählt wurde, um makellos zu sein? Lebensglück lässt sich mit medizinischen Mitteln nicht erzwingen. Dafür sorgen immer noch die Natur, das Schicksal oder der liebe Gott.

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