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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema "Vergleichstests"

    Bielefeld (ots) - Nur auf den ersten Blick erscheinen die Ergebnisse der Vergleichsarbeiten von 370000 NRW-Schülern wenig spektakulär. Eine Stichprobe mit 1000 Schülern hätte gereicht, um festzustellen, dass Jungen in Naturwissenschaften ein Deut besser sind, Mädchen dafür gründlicher lesen. Aber darum ging es nicht. Jede Schule soll wissen, wie gut oder schlecht sie ist. Dabei ist wichtig, dass »Verlierer« nicht an den landesweiten Pranger gestellt werden, dass intern aber erkennbar ist, was Sache ist. Einige dürfen stolz sein auf das unter Beweis gestellte hohe Niveau. Wer aber schlechten Unterricht geboten hat, kommt um diese Einsicht jetzt nicht mehr herum. Schüler kennen das, Schulen müssen es noch lernen - Pädagogik im besten Sinne. Ganz nebenbei wurde zum wiederholten Male deutlich, was Gesamtschulen leisten. Die Grundkurse liegen auf Hauptschulniveau, die Erweiterungskurse genügen gerade Realschulanforderungen. Von der Vorbereitung aufs Abitur keine Spur. Auch das ist nicht neu. Paradox: Während die SPD erst in der Opposition diesen Schultyp flächendeckend einführen will, trauen sich Union und FDP nicht an dessen Reform, seitdem sie das Sagen haben.

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